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Klare Strategien für mobile IT senken Entwicklungskosten

18.02.2014 – Vincent-WolffDie Anwendung mobiler IT-Systeme bringt den Versicherern Wettbewerbsvorteile. Wer jetzt dafür die richtigen Strategien entwickelt, sichert sich mittelfristig Produktivitätsvorteile. Das sagt Vincent-Wolff-Marting, Leiter Informationstechnologie der Versicherungsforen Leipzig, in einem Interview mit VWheute. Die IT-Entwicklungskosten könnten dadurch längerfristig stabil gehalten werden.

VWheute: Wie nutzen Versicherer bereits mobile IT-Systeme und was hat dieser Einsatz auf Kundengewinnung sowie -bindung, auf die Individualisierung von Leistungen und damit auf die Geschäftsmodelle generell zur Folge?

Vincent Wolff-Marting: Zur Kundengewinnung gibt es zahlreiche Angebote, bei denen die App oder die für Smartphones optimierte Website Prospekte und Formulare ersetzen. Üblich ist die Anreicherung um Video- und Tonbeiträge, interaktive Rechner und Simulatoren. Bei der Kundenbindung haben die Krankenversicherer mit Rechnungs-Scannern, Fitness- und Bonus-Apps einen Startvorteil. Spannend und wirklich mobil wird es, wenn nicht einfach Formulare und so weiter auf kleine Geräte übertragen werden, sondern wenn mit Kamera, Mikrofon, GPS et cetera, neue, auf die aktuelle Situation des Kunden zugeschnittene Funktionen entstehen.

VWheute: Warum ist die Anwendung dieser Systeme nicht nur in Richtung Endkunden, sondern auch betriebsintern so wichtig?

Vincent Wolff-Marting: Auch jenseits von Vertrieb und Außendienst gibt es Aufgaben und Funktionen, für die zum Beispiel ein Tablet besser geeignet ist, als ein Notebook. Die Gerätegrenzen verschwimmen ohnehin, da einheitliche Betriebssysteme für alle Endgeräte zum Standard werden. Es wird in der Anwendungsentwicklung nicht mehr zwischen Computern und Smartphones unterschieden. In Zukunft wird es selbstverständlich sein, ein Gerät für jede Aufgabe in der passenden Größe und mit den passenden Sensoren einzusetzen. Wer das jetzt berücksichtigt, hat mittelfristig Produktivitätsvorteile und kann die IT-Entwicklungskosten längerfristig stabil halten.

VWheute: Wo liegen heute noch die Hürden für den Einsatz mobiler IT-Systeme, möglicherweise auch vor dem Hintergrund bislang gewachsener IT-Infrastrukturen, die sich aber wegen neuer Kompatibilitätsanforderungen verändern müssen, da Versicherer immer mehr Joint Ventures mit anderen Marktteilnehmern schließen?

Vincent Wolff-Marting: Es kann eine Herausforderung sein, Schnittstellen zu bieten, die im Dialogbetrieb Daten aus den verschiedenen Systemen aggregieren und den Input wieder auf die Systeme verteilen. Diese Anforderungen bestehen allerdings nicht erst durch mobile Anwendungsfälle, sondern auch für klassische Web-Anwendungen und die Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette. Bestehende Standardisierungsbemühungen helfen dabei.

Das Interview führte VWheute-Korrespondent Herbert Kieffer.

Das Programm der heute und morgen stattfindenden Tagung „Mobile IT in der Versicherungswirtschaft” der Versicherungsforen Leipzig findet sich unter beigefügtem Link: Programm Mobile IT für Versicherer

Foto: Vincent Wolff-Marting, Leiter Informationstechnologie der Versicherungsforen Leipzig (Quelle: Versicherungsforen Leipzig)

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