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KIT und CEDIM beobachten und bewerten “Haiyan”

15.11.2013 – taifun-haiyanExperten des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und des CEDIM (Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology) beobachten den Supertaifun “Haiyan” und verfolgen und schätzen seine Schadensentwicklung laufend. Hier die Einzelheiten aus Forschersicht.

In den Philippinen sind rund 160.000 Gebäude zerstört und 146.000 beschädigt. Der Gesamtschaden in den Philippinen wird bei rund 13,6 Mrd. US-Dollar liegen, schätzen die CEDIM-Forscher aktuell anhand der vorliegenden Informationen aus dem Katastrophengebiet , vergangenen Schadenereignissen und verschiedenen sozio-ökonomischen Indikatoren. Zu den Kosten tragen Schäden an der Infrastruktur wie Häuser, Straßen und Brücken bei, ebenso wie Ernteverluste und der Einbruch des Bruttoinlandproduktes.

Von den derzeit prognostizierten über vier Millionen Flüchtenden werden möglicherweise rund zwei Millionen Menschen längerfristig ohne festes Zuhause bleiben. Offiziell bestätigt sind derzeit 600.000 Obdachlose. Die von CEDIM geschätzte Zahl der insgesamt getöteten liegt mit rund 13.000 deutlich über der Opferzahl der letzten beiden großen Stürme in der Region (2012, Typhoon Bopha, rund 2.000 Tote und Vermisste; 1990, Typhoon Mike, rund 750 Tote). Die offiziellen Stellen können derzeit 2.344 Tote und 3.804 Verletzte bestätigen.

„Die zerstörerischen Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h traten nur in einer Schneise von rund 100 km Breite auf“, sagt Meteorologe Bernhard Mühr vom KIT. „Für die Zukunft wollen wir vor allem die Evakuierungsszenarien in den Philippinen und anderorts vergleichen und so eine Datenlage für effektivere Maßnahmen legen“, erklärt Michael Kunz, stellvertretender Sprecher von CEDIM, einer Gemeinschaftseinrichtung des Karlsruher Instituts für Technologie KIT und dem Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam. (vwh)

Foto: Supertaifun”Haiyan” aus dem Weltall betrachtet. (Quelle: Nasa)

Links: Wetterdaten zu “Haiyan”, “Haiyan” und seine Folgen – laufend aktuelle Berichterstattung, Wetterwarnungen des KIT und CEDIM

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