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KIT entwickelt weltweites Erdbeben-Modell

13.10.2015 – Erdbeben_Helga Doerk_pixelio.deDas Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat mit dem Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) eine gemeinsame Forschungseinrichtung eingerichtet, mit der ein besseres Verständnis von Katastrophen und deren Bewältigung geschaffen werden soll. Das Ziel des Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM): “natürliche und strukturelle Risiken besser zu verstehen, frühzeitig zu erkennen und besser zu bewältigen”.

Wie das KIT weiter mitteilte, ist das CEDIM auch Teil der internationalen Academic-Public-Private-Partnerschaft “Global Earthquake Model” (GEM). Deren Ziel sei es, eine weltweit vernetzte Plattform zum Kartieren und Überwachen von Erdbebenrisiken aufzubauen. Um in möglichst kurzer Zeit ein Gesamtbild von Katastrophen und deren Folgen zu erhalten, beobachten und analysieren die CEDIM-Experten seit 2012 auf der Basis der “Forensic Disaster Analysis” weltweit Katastrophen in Echtzeit. Deren Ergebnisse sollen dann zeitnah veröffentlich und verschiedenen Nutzern – darunter Hilfsorganisationen und Versicherern – zur Verfügung gestellt werden.

Dabei stehen aus Sicht des KIT drei entscheidende Fragen im Vordergrund: Welche Faktoren machen aus einem Naturereignis eine Katastrophe? Welche Interaktionen spielen zwischen Naturkatastrophe und kritischen Infrastrukturen eine Rolle und wie lassen sich Ausmaß und Folgen möglichst schnell abschätzen? “Akute Schäden durch Erdbeben oder Stürme erregen große, aber kurzfristige Aufmerksamkeit von Medien und Politik. Die langfristige Schadensprävention dagegen nicht”, betont Frank Schilling, Professor am Institut für Angewandte Geowissenschaften des KIT und Sprecher des KIT-Zentrums Klima und Umwelt. “Dabei würde die Prävention oft nur fünf bis zehn Prozent der Kosten des Wiederaufbaus verursachen – von den Menschenleben ganz zu schweigen. Vorbeugen ist besser als reparieren”, so der Experte weiter.

Mit dem heutigen Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung will die UN darauf aufmerksam machen, wie Menschen aktiv werden können, um sich auf Katastrophen vorzubereiten und somit Schäden zu minimieren sowie Mittel für Vorbeugung, Rettungsdienste und Wiederaufbau optimal einzusetzen. (vwh/td)

Bildquelle: Helga Doerk / pixelio.de

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