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Kfz-Versicherte wollen billig und bequem

16.10.2015 – Auto_Thorben Wengert_pixelioEine Mehrheit der Kfz-Versicherten setzt nicht nur auf “billig”. Auch Treue-Rabatte, Leistungs-Update- oder Besitzstandsgarantien bei Vertrags- und Anbieterwechseln stoßen bei den Kunden auf Begeisterung, konstatiert eine aktuelle Studie von Heute und Morgen (“Vertrieb von Kfz-Versicherungen: Wissen und Wünsche der Kunden unter der Lupe”). Ein permanenter “Wechselhype” stößt demnach auf wenig Gegenliebe.

Laut Studie wünscht sich eine große Mehrheit der Kunden, dass nicht nur Wechselwillige mit entsprechenden Angeboten umworben werden sollen. Demnach sind 90 Prozent der Kfz-Versicherten der Auffassung, dass die Versicherer auch die Treue ihrer Bestandskunden finanziell besser belohnen sollen, um ständige Wechsel zu vermeiden. Allerdings können sich laut Studie rund drei Viertel (73 Prozent) der Versicherten grundsätzlich vorstellen, bei einem entsprechend attraktiven Angebot den Versicherer zu wechseln.

Als ausschlaggebende Gründe nennt Heute und Morgen vor allem die Beitragsersparnis (84 Prozent). Allerdings sind laut Studie für 27 Prozent der Befragten auch Leistungsgründe für einen Wechsel ein relevanter Grund. Dennoch haben trotz der hohen Wechselbereitschaft in den vergangenen fünf Jahren lediglich 47 Prozent aller Kfz-Versicherten in Deutschland den Anbieter gewechselt. Rund ein Viertel (28 Prozent) habe einmal und nur ein Fünftel (19 Prozent) zweimal oder häufiger den Versicherer gewechselt.

“Wirksamste und in der Kfz-Sparte oft noch ungenutzte Stellschraube für die Wechselprävention ist vor allem die Belohnung von Kundentreue”, sagt Michaela Brocke, Geschäftsführerin von Heute und Morgen. Wechsler könne “man hingegen nicht nur über den Preis, sondern auch über attraktive Leistungsbausteine und Garantien anlocken.”

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Das Wissen der Bundesbürger zur Kfz-Versicherung ist trotz der hohen Verbreitung und Präsenz nur “mäßig” ausgeprägt. Demnach können die Versicherten nur ungenau zwischen den einzelnen Leistungsbereichen (Haftpflicht, Voll- und Teilkasko) unterscheiden, so die Studie. Zudem sei vielen Kunden nicht klar, welche Leistungen von welcher Versicherung getragen werden. Auch der Leistungsumfang der Voll- und Teilkasko sei nur unzureichend bekannt. Insgesamt zeige sich zudem eine Neigung, die Leistungen der Kfz-Policen deutlich zu über- oder zu unterschätzen.

“Gemessen an ihren persönlichen Absicherungswünschen, kann davon ausgegangen werden, dass ein recht hoher Prozentsatz der Kfz-Versicherungskunden derzeit ‘falsch’ versichert, d.h. entweder unter- oder überversichert ist”, betont Brocke. “Bessere Information und Beratung tut hier Not”, ergänzt die Expertin. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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