Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Kfz-Schadenmanagement: „Road of disaster“

08.05.2014 – befunky-autowerkstatt-150Dass die Kfz-Versicherer seit Jahren keinen technischen Gewinn mehr einfahren, liegt vor allem an ineffizienten Prozessen in der Schadenabwicklung. Von 24 Mrd. Euro Prämieneinnahmen der Kfz-Versicherer gehen 80 Prozent für Schadenaufwände drauf. Zu dem Ergebnis kommt der zweite Insurance Monitor der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC).

Der Schlüssel für eine Verbesserung und somit für geringere Reparaturkosten liege in einer intelligenten Zusammenarbeit aller Marktteilnehmer. Versicherer, Kfz-Hersteller, Werkstätten, Sachverständige etc. müssten miteinander kooperieren und einen Mehrwert für den Kunden schaffen. „Keinem der Beteiligten gelingt eine professionelle Steuerung der Abläufe nach einem Unfall oder einer Panne“, resümmiert Hendrik C. Jahn, Leiter der PwC-Versicherungsberatung.

Versicherer und Kfz-Hersteller versuchen verstärkt, auf Werkstätten Einfluss zu nehmen. Das Ziel ist die Reduzierung der Reparaturkosten. Für versicherte Serviceaufträge werden durchschnittlich dreimal so hohe Rechnungsbeträge fällig wie für sonstige unplanmäßige Serviceaufträge. So sind bereits Werkstattnetze entstanden, doch es gelingt Versicherern noch nicht, einen signifikanten Anteil der Schadenfälle auch tatsächlich in diese Netze zu steuern. Bislang werden bis zu 0,95 Millionen Fälle gesteuert. Damit sind erst fünf bis zehn Prozent des Steuerungspotenzials ausgeschöpft.

Versicherer können die Steuerung z.B. durch Werkstattbindungstarife weiter optimieren. Durch die Reparaturvermittlung könnten die Gesamt-Brutto-Reparaturzahlungen je Kaskofall um 330 Euro, im Haftpflichtfall um 430 Euro gesenkt werden. Professionelle Schadendienstleister erzielen der Studie zufolge Steuerungsquoten von teilweise 30 bis 40 Prozent. Von solchen Kooperationen könnten Versicherer profitieren. (ell)

Bild: Professionelle Schaden- und Werkstattsteuerung kann Reparaturkosten reduzieren. (Quelle: Axa)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten