Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Kapitalmärkte 2014 – Risikofaktor Politik

07.01.2014 – Prognose-AusblickDie Märkte sind in einer Übergangsphase, davon zeigt sich Valentijn van Nieuwenhuijzen, Chefstratege bei ING Investment Management International, überzeugt. Die Anlagestrategen und Volkswirte der meisten anderen Banken lassen bei ihren Kapitalmarktprognosen für 2014 Ähnliches verlauten. Wohin dieser Übergang letztlich führt, weiß aber niemand so genau. Größter “Risikofaktor” ist in dem Zusammenhang die Politik. Unterdessen hat EZB-Präsident Mario Draghi “die perverse Angst der Deutschen” kritisiert, wonach die EZB mit ihrer Politik des billigen Geldes deutsche Sparer schädige und “Deutschland zerstöre”.

Es sind vor allen Dingen die politischen Unwägbarkeiten, die Anleger aus der Versicherungsbranche im Besonderen und Kleinanleger und Sparer im Allgemeinen für das kommende Jahr zu kalkulieren haben.

Der Politik der Zentralbanken weltweit widmen alle Beobachter deshalb auch in 2014 unverändert ihre volle Aufmerksamkeit. Von der Europäischen Zentralbank (EZB) werden vorerst allerdings kaum große Überraschungen erwartet, denn die wird an ihrer Niedrigzinspolitik wohl erst einmal eisern festhalten. Das ist zwar insbesondere für Altersvorsorge-Sparer und Versicherer, die auf relativ sichere Kapitalanlagen mit akzeptabler Rendite angewiesen sind, gewiss keine gute Botschaft, sorgt aber immerhin für eine gewisse Berechenbarkeit. Und zugleich dafür, dass die Gefahr eines riesigen Wertberichtigungsbedarfs bei den nach wie vor enormen Anleihebeständen in den Bilanzen der Assekuranz erst einmal gebannt scheint, schreibt VW-Korrespondent Reinhold Müller in seiner Prognose für das neue Jahr in der aktuellen Ausgabe der Versicherungswirtschaft Heft 01N/2014.

Vor diesem Hintergrund sieht der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel die Schuld an den niedrigen Zinsen bei den “globalen Finanzmärkten”: Draghi wies den Vorwurf zurück, die EZB-Politik gehe zu Lasten der Sparer. Dass die Rendite entsprechender Anlagen teilweise nicht einmal die Inflation ausgleiche, sei “nicht die Schuld der EZB”, sagte er.

Das sehen Kommentatoren, Ökonomen und Betroffene gänzlich anders. “Währungsunion wird auf Kosten der deutschen Sparer gerettet” schreibt ein Medium aus Österreich und die Deutschen Wirtschaftsnachrichten (DWN) texten: Draghi räumt erstmals schleichende Enteignung der deutschen Sparer ein. Der Focus nutzt das Spiegel-Interview sogar zu einer tiefen-psychologischen Betrachtung des EZB-Präsidenten: “Kritik an Draghi: Sein Selbstmitleid lässt ein tief verunsichertes Ego erkennen”. (vwh)

Foto: Noch liegt es unscharf vor dem Betrachter: Das Jahr 2014. (Quelle: vw)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten