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Junges Irland, altes Deuschland: DIA-Studie zur Alterung

28.04.2014 – oma-grossmuter-150Diese Veränderungen in der Altersstruktur stellen nicht nur Deutschland, sondern auch insbesondere die osteuropäischen Staaten vor enorme Herausforderungen. Die Alterung der Bevölkerung falle in den einzelnen europäischen Staaten sehr unterschiedlich aus und damit auch die Belastungen für die Sozialsysteme in den kommenden Jahren.

Das will die aktuelle Studie des Deutschen Institutes für Altersvorsorge (DIA) „Zur Zukunftsfestigkeit der europäischen Sozialstaaten“ zeigen. Junges Irland, altes Deutschland und Italien: Das zeigt laut Pressemitteilung die Gegenüberstellung der Anteile der jüngeren Generation (bis 15 Jahre) und der älteren Generation (65+). Das Verhältnis der Älteren zur Generation im erwerbsfähigen Alter, der sogenannte Altenquotient, sei für die Nachhaltigkeit der Sozialsysteme besonders relevant, schließlich leiste die mittlere Generation den größten Teil der Steuern und Beiträge. Deutschland weist derzeit einen Altenquotient von 31,3 Jahren auf, in Italien sind es 32,7. Der EU-Durchschnitt (ohne Kroatien) beträgt laut Eurostat 27,5. Die niedrigsten Altenquotienten haben derzeit Irland, Zypern und die Slowakei.

Die DIA-Studie will allerdings darauf aufmerksam machen, dass es nicht allein darauf ankomme, wie alt oder jung die Länder heute sind, sondern mit welcher Dynamik die Alterung abläuft. So hatte Schweden vor 20 Jahren von allen Ländern in der Europäischen Union den höchsten Altenquotienten. Deutschland folgte damals hinter Großbritannien, Italien, Belgien, Dänemark und Frankreich zusammen mit Österreich erst auf dem siebenten Rang. Während Italien, Deutschland und Griechenland heute die höchsten Altenquotienten aufweisen, ist Schweden in den zurückliegenden zwei Dekaden weniger stark gealtert und liegt nur noch auf dem vierten Platz.

Im Jahr 2060 werden laut den Bevölkerungsprognosen von Eurostat die osteuropäischen Länder dann zu den Ältesten in Europa gehören. Die Altenquotienten dieser Länder werden sich zum Teil vervierfachen, während sich dieser Quotient in Deutschland im selben Zeitraum verdoppelt und einen Wert von knapp 60 erreicht. Die vor 20 Jahren bereits relativ alten skandinavischen Länder werden hingegen gemäß der Prognosen im Jahr 2060 wieder zu den vergleichsweise jungen Ländern zählen. Das heute junge Irland wird als einziges Land auch künftig, gemessen an der Entwicklung in den anderen EU-Staaten, relativ jung bleiben. Aber selbst in Irland verdoppelt sich der Altenquotient in den Jahren bis 2060.

Foto: Die Gesellschaft altert – die DIA-Studie sieht eine Verdopplung des Altenquotienten bis 2060. (Jotzo/ pixelio.de)

Link: Studie analysiert die Nachhaltigkeit der EU-Sozialstaaten (Tagerreport 10.04.2014)

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