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Heinrichsflut jährt sich zum 50. Mal

16.07.2015 – Heinrichsflut_vw-ArchivAm 16. Juli 1965 starben insgesamt 16 Menschen durch die Folgen eines Hochwassers in Nordhessen, Südniedersachsen und Ostwestfalen, sowie Teilen Sachsen-Anhalts, Thüringens und Sachsens. Es entstanden Schäden in dreistelliger DM-Millionenhöhe. Ein Großteil war nicht abgedeckt, weil zu dieser Zeit kaum ein Versicherer eine Elementarschaden-Police anbot.

Besonders schwer betroffen waren die Einzugsgebiete der Twiste und der Dieml, in der DDR die damaligen Bezirke Erfurt, Suhl, Gera, Chemnitz, Leipzig, Dresden und Halle.

Der größte Teil der Schäden war nicht versichert. Lediglich mit Verpflichtungen in der Autoversicherung war zu rechnen, da seit einigen Jahren Elementarschäden auch in der Teilkaskoversicherung eingeschlossen waren. Ferner bestanden Haftungsansprüche aus ausgelaufenen Öltanks. Soweit umgekommene Tiere versichert waren, griff auch die Viehlebensversicherung.

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Nach der Katastrophe lebte die Diskussion um eine Erweiterung des Versicherungsschutzes gegen Elementarschäden wieder auf. Im Jahre 1965 gab es noch keine Allgemeine Elementarschadendeckung in der Hausrat- bzw. in der Wohngebäudeversicherung. Erst 1991 wurden besondere Bedingungen u.a. auch für Überschwemmungsschäden in der Hausrat und in der Wohngebäude vom BAV genehmigt.

Allerdings gab es in Baden Württemberg seit 1960 bei den dortigen Gebäudeversicherern (Badische, Württembergische, Hohenzollerische) die entsprechende Deckung in der Gebäudeversicherung. (vwh/dg)

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Bilder: Flutkatastrophe in Westfalen und Hessen (Quelle: VW-Archiv)

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