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Italienische Versicherer wollen Mittelstand aus Kreditklemme helfen

21.07.2014 – AniaDer Zentralverband der italienischen Versicherer Ania hat sich bereit erklärt, die Hälfte seiner Aktiva, rund 230 Mrd. Euro, zur Unterstützung kleinerer und mittlerer Betriebe aufzuwenden. Das hat die Ania bei ihrer Hauptversammlung bekanntgegeben.

560 Mrd. Euro. Das ist die Summe der Aktiva sämtlicher im Zentralverband der italienischen Versicherer Ania zusammengeschlossenen Gesellschaften, Stand 2014. Diese Zahl wurde auf der Jahresversammlung in Rom bekanntgemacht. Entsprechend richten sich derzeit auf die Versicherer besondere Erwartungen, bei der Lösung der anhaltenden Wirtschaftskrise zu helfen. Und die Branche regiert positiv. So diskutierten die Mitglieder verschiedene Szenarien, wie die Versicherungskonzerne zu mehr Liquidität in den Unternehmen beitragen und mehr Geld direkt in Realwirtschaft und Infrastruktur pumpen könnten.

Anschließend verkündete Ania-Präsident Aldo Minucci, dass die Konzerne bereit seien, die Hälfte ihrer Aktiva zur finanziellen Unterstützung vor allem kleinerer und mittlerer Betriebe einzusetzen, die oft von den traditionellen Banken im Regen stehen gelassen würden. Die Regierung forderte Minucci im Beisein von Wirtschaftsministerin Federica Guidi und zahlreichen Parlamentariern dazu auf, die Betriebe von den Fesseln zu befreien, bei ihrer Refinanzierung zumeist auf Banken zurückgreifen zu müssen. Hierzu entwickle die Branche neue, hochspezialisierte Produkte, die bilanztechnisch nicht mehr – anders als herkömmliche Bankkredite – auf der Schuldenseite der Mittelständler verbucht und deren Verbindlichkeiten weiter anwachsen lassen würden. Zugleich müsse darauf geachtet werden, so erklärte Minucci, dass sich dadurch keine neuen Risiken auftürmten.

Die Regierung Renzi nahm die Initiative dankbar auf und versprach, diese Entwicklung gesetzgeberisch zu flankieren. Als Gegenleistung forderten die Versicherer von Rom einen drastischen Abbau von Bürokratie und Vorschriften, eine Rückführung des staatlichen Sektors, eine Verringerung der Steuern- und Abgabenlast sowie ein Ende staatlicher Interventionen in den Markt. (mf)

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