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Italien: Versicherungsbetrug greift um sich

21.08.2015 – colosseum_pixelio.deIn Italien sehen sich die Versicherer und die Ordnungshüter immer häufiger mit einem neuen Problem konfrontiert: Betrug in der Kfz-Versicherung. Derzeit sind rund zehn Prozent der Autos ohne ausreichenden Versicherungsschutz auf italienischen Straßen unterwegs. Vor allem in Süditalien sind Schätzungen zufolge gar doppelt soviel unversicherte Fahrzeuge unterwegs. Ein Grund: die höhere Arbeitslosigkeit.

Dabei scheint die Masche recht simpel: Beim Kauf im Internet werden die Daten einer Kreditkarte abgefangen. Mit der Kopie wird u.a. bei einem Online-Versicherer die Kfz-Versicherung für irgendeine amtlich nicht gemeldete Person abgeschlossen. Die Police wird jedoch an eine Adresse in einer völlig anderen italienischen Region geschickt. Das in Italien obligatorische Wapperl landet dann mit ordnungsgemäßem Versicherungszertifikat an der Windschutzscheibe des Fahrzeugs – der Betrug ist perfekt.

Dabei wird vor allem der Mezzogiorno – Italiens Süden – zum Problem. Durch die Krise mussten immer mehr Unternehmen schließen, die öffentliche Verschuldung der Kommunen und Provinzen liegt teils sogar über dem Niveau Griechenlands – mit entsprechenden Folgen für die Versicherer. Denn die unversicherten Fahrzeuge sind nur ein äußeres Zeichen für die sich immer weiter öffnende Schere zwischen Nord- und Süd.

Dabei gilt die Kfz-Versicherung in Italien noch immer als teuerste in ganz Europa. Alle Versuche für mehr Transparenz und neue Ausgestaltungsmöglichkeiten blieben bislang erfolglos. (vwh/mf)

Lesen Sie dazu in Kürze mehr in der neuen Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

Bildquelle: Dr. Stephan Barth / pixelio.de

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