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Italien hat für Versicherer hohe Bedeutsamkeit

15.04.2014 – Mario Renzi_EUMit der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Italien im Juli dieses Jahres will sich dessen Ministerpräsident Matteo Renzi für die Abschwächung der EU-Defizitgrenze einsetzen. Politisch hat das Land dann größeres Gewicht. Auch wirtschaftlich wird es für Versicherer wie die Allianz immer wichtiger.

20 Prozent des operativen Ergebnisses im gruppenweiten Sachversicherungsgeschäft, erzielte der Konzern 2013 in Italien. Das Land ist damit „einer der wichtigsten Märkte“, bekräftigt der Versicherer gegenüber VWheute auf Anfrage. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Allianz Italien im Sach- und Unfallgeschäft vier Mrd. Euro. Besonders profitierte der Konzern hier vom „Motorgeschäft“ wie dem Kfz-Bereich. Dieses macht dort mehr als die Hälfte der Bruttoprämien aus. Die Autofahrer müssen hohe Prämien für ihre Kfz-Versicherung zahlen. Das liegt an den Entschädigungen, die bei Unfällen vorgesehen sind sowie am ausgeprägten Versicherungsbetrug.

In der Lebens- und Krankenversicherung lagen die Beitragseinnahmen bei 8,4 Mrd. Euro. Im März dieses Jahres verkündete der Konzern die Übernahme des Sachversicherungsgeschäftes des italienischen Versicherungsunternehmens UnipolSai. Die Bruttoprämien beliefen sich dort 2013 bei 1,1 Mrd. Euro.

Während das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft in Italien 2013 um 3,7 Prozent schrumpfte, lag die Allianz mit einem Rückgang von nur 0,3 Prozent über dem Marktdurchschnitt. Der Konzern führt derzeit ein modulares Produkt ein, das der gesamten Familie Schutz vor den größten Risiken bietet. Dieses war schon im vergangenen Jahr ein wichtiger Treiber für die günstige Entwicklung. „Im Segment Leben bauen wir insbesondere auf unser starkes Angebot an fondsgebundenen Lebensversicherungen“, so der Konzern.

Mit Spannung verfolgen die Versicherer, die Ankündigung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi, gegebenenfalls einen Kurs der lockeren Geldpolitik nach US-Vorbild zu fahren. Danach sollen Staatsanleihen hoch verschuldeter Länder aufgekauft werden. Wenn die Notenbankpresse nach diesem Muster angeworfen würde, käme dies den Plänen Renzis entgegen, die Wirtschaft weiter anzukurbeln. (ki)

Foto: Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi propagiert ein breit angelegtes Programm zur Ankurbelung der Wirtschaft. Dieses sieht u..a. Steuersenkungen in Höhe von zehn Mrd. Euro vor. (Quelle: Presidenza del Consiglio dei ministri)

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