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(In)transparenz in der Lebensversicherung

24.05.2016 – axel_kleinlein_bdvVon Axel Kleinlein. Eigentlich sollte es selbstverständlich sein, dass bei derart komplizierten Produkten wie einer Lebensversicherung die Anbieter versuchen, ihren Kunden möglichst verständliche Unterlagen zukommen zu lassen. Oft ist aber genau das Gegenteil der Fall. Der Eindruck drängt sich auf, dass bei manchen Tarifen die Unternehmen auf “Intransparenz als unternehmerische Chance” setzen.

Die Frage nach der Intransparenz ist dank der Möglichkeit der Unterlassungsklage für entsprechende Verbände wie den BdV eines der schärfsten Schwerter im Kampf gegen ungeeignete und schlechte Versicherungsprodukte. Trotz einiger Erfolge wie etwa zuletzt gegen die klassische Allianz-Riester-Rente mit höchstrichterlichen Urteilen erlebt der Verbraucherschutz aber einen Kampf gegen eine Hydra: Haben die Gerichte ein Angebot als zu intransparent abgeurteilt, sind drei neue Angebote auf den Markt gelangt, die wiederum intransparent sind.

Intransparenz tritt dabei in verschiedensten Formen auf. So können etwa Leistungsangaben intransparent sein, die Funktionsweise eines Produkts ist nicht nachvollziehbar oder aber Kosten werden unverständlich angegeben. Zuweilen drängt der Gesetzgeber gar gezielt auf derartige Intransparenz, wie etwa bei der Angabe der “Effektivkosten”. Diese Entwicklungen zusammen mit den neuartigen Tarifen der Lebensversicherung führen dazu, dass der Lebensversicherungsmarkt so undurchschaubar ist wie noch nie.

Bild: Axel Kleinlein ist Vorstandssprecher des Bundes der Versicherten (Quelle: BdV)

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