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Insurance Linked Securities sind zunehmend gefragt

29.06.2015 – Risiko_lichtkunst.73_pixelioEin Beitrag von Semir Ben-Ammar, Alexander Braun und Martin Eling von der Universität St. Gallen. Verbriefungen von Versicherungsrisiken, sogenannte Insurance Linked Securities (ILS), erfreuen sich wachsender Beliebtheit bei Investoren. Eine aktuelle Untersuchung der Universität St. Gallen belegt diese Entwicklung: Das Marktvolumen von ILS wird sich innerhalb der nächsten fünf Jahre verdoppeln, so die befragten Experten.

Für die Studie “Insurance Linked Securities: Trends, Herausforderungen und Marktchancen” wurden potentielle Investoren zu ihrer Einschätzung über die zukünftige Entwicklung von ILS befragt. Die Studie erhebt, ob und mit welchen Beträgen die Investoren im Bereich ILS aktiv sind und untersucht den Wissenstand der Teilnehmer. Die ILS-Investorenbasis wurde dabei bis vor kurzem noch weitgehend von wenigen spezialisierten Investmentmanagern (ILS Fonds) dominiert. Die neue Marktstudie der Universität St. Gallen zeigt nun aber, dass sich die Investorenbasis für diese Instrumente in jüngerer Zeit verändert hat.

So werden vor allem Pensionsfonds zunehmend wichtigere Investoren. Die St. Galler Studie prognostiziert, dass sich das ILS-Marktvolumen in den nächsten fünf Jahren verdoppeln wird. Besonders auffällig sind die jüngsten Kapitalzuflüsse von nicht-spezialisierten institutionellen Investoren (wie Pensionsfonds und Hedgefonds), welche in der ILS Branche unter dem Stichwort “Alternative Capital” diskutiert werden.

Allerdings bestehen weiterhin Hindernisse für eine Marktexpansion. Das wichtigste Hemmnis ist das fehlende Wissen über diese Instrumente, die sowohl im Aufbau als auch in der Bewertung eine gewisse Komplexität aufweisen. Darüber hinaus sind Transaktionskosten und eine gewisse Rechtsunsicherheit bedeutende Hindernisse. Rechtsunsicherheit besteht insbesondere auf der Sponsorenseite, wo die Anerkennung von ILS als Risikotransferinstrument in neuen Risikokapitalstandards (wie Solvency II) und Rechnungslegungsstandards (wie IFRS 4) eine Schlüsselrolle für die künftige Verwendung von ILS spielen wird. Auf der Investorenseite, hebt die Studie die Themen Transparenz und Standardisierung hervor. So würde etwa eine höhere Liquidität, beispielsweise durch börsengehandelte Instrumente, ein breiteres Publikum von potenziellen Investoren für ILS ansprechen.

Trotz des günstigen Marktausblicks identifiziert die Studie auch einige Herausforderungen für die zukünftige Entwicklung von ILS. Das größte Hemmnis ist fehlendes Wissen über diese Instrumente, die sowohl im Aufbau als auch in der Bewertung eine gewisse Komplexität aufweisen. Zusätzlich stellen hohe Transaktionskosten sowie regulatorische Unsicherheiten ein Hindernis für weiteres Wachstum dar. Rechtsunsicherheit besteht insbesondere auf der Sponsorenseite, wo die Anerkennung von ILS als Risikotransferinstrument in neuen Risikokapitalstandards (wie Solvency II) und Rechnungslegungsstandards (wie IFRS 4) eine Schlüsselrolle für die künftige Verwendung von ILS spielen wird.

Bildquelle: lichtkunst.73 / pixelio.de

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