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Institutionelle Investoren nutzen geschwächte Position der Banken

15.12.2014 – Institutionelle Investoren wie Versicherer investieren vermehrt in Real Assets wie Energie und Transport. Außerdem werden Kreditinvestments in den Fokus der Investoren geraten. Zudem soll sich Zahl der Direktinvestments erhöhen, neben der Co-Investition über Fonds. Die Rendite von derart Private-Equity-Portfolios ist attraktiv.

Das sind die zentralen Ergebnisse der aktuellen Ausgabe des Global Private Equity Barometer des Sekundärmarktinvestors Coller Capital, das heute erscheint und VWheute vorab vorliegt. Die nach wie vor steigenden Renditeerwartungen liefern laut Coller die Erklärung für die Beliebtheit von Private Equity bei den Investoren.

So prognostizieren die institutionellen Anleger, die sogenannten Limited Partners (LP), heute fast ausnahmslos (93 Prozent) Nettojahresrenditen von über elf Prozent für ihre Private-Equity-Portfolios bei einem Investitionshorizont von drei bis fünf Jahren – gegenüber noch 81 Prozent der LPs vor zwei Jahren. Ein Viertel der LP erwartet sogar Nettorenditen von über 16 Prozent.

“Im derzeitigen Niedrigzinsumfeld ist es enorm beeindruckend, dass ein so hoher Anteil der Private-Equity-Investoren Jahresrenditen von über elf Prozent erwartet,” kommentierte Jeremy Coller, Anlagechef (Chief Investment Officer, CIO) bei Coller Capital, “zumal die Anleger sogar noch weiteres Potenzial nach oben sehen.”

In der laut eigenen Angaben repräsentativen Umfrage finden sich auch die Aussagen von Versicherern, die 16 Prozent des Marktes ausmachen (siehe Grafik). Vor allen Dingen in den Schwellenmärkten sehen die institutionellen Anleger Potential. China, Hong Kong, Taiwan, Südostasien und Lateinamerika sind strategische Pflichtziele.

Coller_Private_Equity

Investitionsziele, die „Buy-and-Build“-Strategien nachweisen können, also erworbene Firmen unternehmerisch weiterentwickeln und deren Marktposition durch gezielte Zukäufe stärken, stehen hoch im Kurs.

Zwei Drittel der LPs investieren bereits in Real Assets wie Energiefonds, die Hälfte hat Private-Equity-Engagements in Immobilien, und ein Viertel bis ein Drittel der LPs sind in Fonds investiert, deren Schwerpunkte Bergbau, Transport, Holzindustrie oder landwirtschaftliche Nutzflächen sind, Tendenz steigend.

Ein Drittel der Befragten will das Engagement im Kreditbereich in den nächsten zwölf Monaten aufstocken (siehe DOSSIER). Diese künftigen Quellen der Fremdfinanzierung für Buyouts zeigten, so Coller, die geschwächte Position der Banken an den Kreditmärkten. (vwh/ku)

Grafik: Die Player auf dem Markt der Private-Equity-Investments (Quelle: Coller Capital)

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