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Institutionelle Anleger in der Zwickmühle des leichten Geldes

10.10.2013 – Allianz-GIKünstlich niedrig gehaltene Zinsen bringen kurzfristig Wirtschaftswachstum, mittel- bis langfristig erhöhen sie hingegen die Risiken für Investoren. Dies stellte der „RiskMonitor“ fest, eine erstmals weltweit durchgeführte Umfrage von Allianz Global Investors unter 390 institutionellen Anlegern, die insgesamt ein verwaltetes Vermögen von rund 50 Billionen USD repräsentieren. So bejahen zwar 59 Prozent der Befragten den positiven Wachstumseffekt, aber nahezu genauso viele sehen eine anziehende Inflation (57%), steigende systemische Risiken (55%) und Negativeffekte auf die Altersvorsorgesysteme (54%) als Kehrseite der Medaille. Ein noch größerer Anteil (68%) sieht aufgrund der niedrigen Zinsen die Gefahr der Bildung von “Blasen” im Markt für festverzinsliche Wertpapiere als das Risiko, das in den letzten fünf Jahren am stärksten gestiegen ist.

Für 81 Prozent der deutschen Institutionellen sind steigende Zinsen die größte Gefahr für die Performance, immerhin 65 Prozent sehen sogar noch die Möglichkeit des Ausfalls von Staatsanleihen. Bei der Vorstellung des RiskMonitors in Frankfurt teilte James Dilworth, CEO von Allianz Global Investors Europe, die Einschätzung der Investoren, auch wenn er keinen abrupten Zinsanstieg vorhersieht: „Die Zentralbanken, allen voran die US Federal Reserve, wollen das Wachstum nicht abwürgen. Sie haben deshalb angekündigt, nur schrittweise und im Einklang mit einer anziehenden Wirtschaft aus der Politik des leichten Geldes aussteigen zu wollen. Damit werden zwar vermutlich große Sprünge vermieden, aber die Richtung der Zinsentwicklung ist klar: nach oben.“

Für Anleger, die überwiegend in festverzinslichen Wertpapieren investiert sind, werde dies deutliche Spuren in der Performance hinterlassen. Besonders institutionelle Investoren, die eine bestimmte Rendite erzielen müssen, um ihre Verbindlichkeiten zu bedienen, suchen deshalb nach Alternativen. Dilworth: „Es ist in diesem Umfeld alternativlos, Risiken einzugehen.“ 60 Prozent der Befragten halten das Aktienkursrisiko für das Risiko, das in den nächsten drei Jahren den größten Ertrag verspricht. Mehr als 90 Prozent gehen von einer positiven Entwicklung aus, die Erwartungen pendeln um einen Wert von sechs Prozent jährlicher Rendite von globalen Aktien.

Link: Riskmonitor

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