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Inkassoverband kritisiert verkürzte Verbraucherinsolvenzzeiten

28.05.2014 – bdiuDie gute Konjunktur hebt die Zahlungsmoral. Das vierte Jahr in Folge berichten die Inkassounternehmen, dass Rechnungen jetzt genauso gut oder sogar besser als im Vorjahr beglichen werden. Sie warnen allerdings vor den Folgen des neuen Verbraucherinsolvenzrechts zum 1. Juli.

„Durch die Halbierung der Restschuldbefreiungszeit werden Schuldner dazu verleitet, mehr Schulden aufzunehmen“, sagt der Präsident des Bundesverband Deutscher Inkassounternehmen e.V. (BDIU) Wolfgang Spitz. Für das nächste Jahr sei mit einem Anstieg der Verbraucherinsolvenzen auf bis zu 100.000 zu rechnen. Nachbessern müsse die Bundesregierung zudem beim Gesetz zur Zahlungsmoral im Geschäftsverkehr. Eine Vorschrift zur Pauschalanrechnung von Verzugsschäden könnte zur Folge haben, dass Gläubiger künftig weniger Geld erstattet bekommen. „Das wäre das Gegenteil dessen, was mit diesem Gesetz eigentlich erreicht werden soll“, kritisiert Spitz anlässlich der Veröffentlichung der diesjährigen Inkassoumfrage für Deutschland. (vwh)

Links: Inkassoumfrage Deutschland (PDF, 144KB), Inkasso-Umfrage (Zusammenfassung)

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