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Industrieversicherer suchen den Anschluss

09.09.2016 – gwnv_openin_akNiedrigste Zinsen, ein starker, so noch nie da gewesener Preisverfall, begleitet von einem hohen Innnovationsdruck bei Kunden und Versicherern, der Markt für Industrieversicherer bleibt auch für die nächste Zukunft schwierig. Das wurde auf dem Industrieversicherer-Symposium in München deutlich, welches nach der Fusion von DVS und BFV vom Gesamtverband der Versicherungsnehmenden Wirtschaft e.V. durchgeführt wird.

Teilnehmer des diesjährigen Branchentreffens beklagten vor allen Dingen eine mangelnde Bereitschaft auf Kundenseite sich konstruktiv neuen Risiken aus den Bereichen Cyber, Terror oder Digital zu stellen und mit den Anbietern entsprechender Leistungen neue Produkte zu definieren. Speziell am Standort Deutschland beklagten Beobachter der Szene, dass das klassische Versicherungsmanagement ins Abseits gerät, denn vielfach gehört dies nicht mehr zum Corporate Risk Management auf Vorstandsebene. Als Trend und größte Herausforderung für das laufende Jahr und darüber hinaus sieht die Branche das Konzernkundengeschäft: Eine veränderte Landschaft auf Kundenseite und sucht hier neue Ansätze und gemeinsame Ebenen. Als Beispiel für produktseitige Innovationsschübe wurde vielfach der Bereich “Autonomes Fahren” genannt.

Alexander Mahnke von der Siemens AG und seines Zeichens GVNW-Vorsitzender steckte in seiner Eröffnungsrede den Risikorahmen der Branche ab:

Mit Spannung wurde auch die Keynote-Speech von Thomas Buberl, seit wenigen Tagen erste deutsche Nummer eins an der Spitze der Axa in Paris, erwartet. Dessen großes Thema ist die digitale Transformation. Mit seinen Eckpunkten rannte der 43-Jährige auf dem mit mehreren hundert Zuhörern bis auf den letzten Platz gefüllten Symposium offene Türen ein. Wie Buberl seinen Einstand an der Seine selbst einschätzt und welche strategischen Ziele er sich für den Axa-Gesamtkonzern vorgenommen hat erläutert der CEO im Exklusiv-Interview mit VWheuteTV (siehe KÖPFE).

“Gemeinsam stark in die Zukunft” lautet das Motto des größten Industrieversicherungskongress und Branchenmarktplatz mit angeschlossener Messeausstellung im deutschsprachigen Raum. Und trotz Solvency II und Preisdruck durch neue Marktteilnehmer präsentiert sich die Community “verhalten optimistisch”, wie Alexander Mahnke bilanzierte.

Ersteres verursacht zwar einen starken Kostendruck, wenn in entsprechende Stabsabteilungen mehr investiert wird als in die Strategie des Unternehmens aber letzteres treibt die Branche auch zu Innovationen. Wie die Teilnehmer der diesjährigen Veranstaltung ihre Branche selbst sehen und welche Perspektiven, Chancen, Risiken und Herausforderungen für 2017 identifiziert wurden, verrät eine Umfrage am ersten Messetag:

Das GVNW Symposium geht heute mit zahlreichen weiteren Vorträgen in die letzte Runde. VWheute berichtet darüber am kommenden Montag. (vwh/ak)

Bild: GVNW-Vorsitzender Alexander Mahnke bei seiner Eröffnungsrede zum GVNW Symposium 2016. (Quelle: Alexander Kaspar)

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