Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Industrie 4.0 – Offene Fragen an Unternehmen und Politik

18.03.2015 – Industrie 4.0 ist nicht aufzuhalten: für die neue industrielle Revolution braucht es Know-how-Management und rechtliche Grundlagen, ist Lars-Alexander Meixner, KPMG-Standortleiter Stuttgart, überzeugt. Meixner mahnt Gesetzgeber und Industrie an, einheitliche rechtliche Standards zu schaffen.

“Der Geheimnisschutz erhält in der Industrie 4.0 eine ganz besonders Brisanz”, erklärt Lars-Alexander Meixner. Denn ansonsten bestünde tatsächlich ein guter, wenn auch ungewollter Draht zur Konkurrenz:

“Werden etwa Produktionsdaten an eine zentrale Stelle gemeldet, muss vertraglich klargestellt werden, welche Informationen für wen transparent sein dürfen. Andernfalls geraten sensible Geschäftsgeheimnisse in Gefahr.”

Allerdings merkt er an, dass ohne digitalisiertes Wissen eine Industrie 4.0 nicht funktionieren kann. Oft existiere das elementare Wissen nur in den Köpfen der Mitarbeiter. “Um dieses für die Wertschöpfungskette nutzbar zu machen, muss es digitalisiert und systematisch erfasst werden. Ein funktionierendes Know-how-Management wird immer wichtiger”, schreibt Meixner in seinem aktuellen Blogbeitrag.

Auch Haftungsfragen müssten geklärt werden, damit die neue industrielle Revolution in ihrer Gänze sich entfalten kann. “In der Industrie 4.0 kooperieren Unternehmen zunehmend bei der Entwicklung und Herstellung von Produkten.”

Meixner mahnt Gesetzgeber und Industrie an, einheitliche rechtliche Standards zu schaffen: “Mindestens genauso schlimm, wie die Industrie 4.0 zu verschlafen wäre es, für erste negative Schlagzeilen zu sorgen.” (vwh/ku)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten