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Industrie 4.0: “Mehr Jobs werden entstehen als verlorengehen”

29.09.2015 – Industrie 4.0 Roboter - quelle Hannover MesseDigitalisierung ist kein Jobkiller, Menschen werden nicht überflüssig. Einem Jobverlust von rund 610.000 Stellen stehen nach Berechnungen der Boston Consulting Group (BCG) rund eine Millionen Jobs gegenüber, die bis 2025 entstehen könnten. “Diese neuen Tätigkeiten erfordern von Arbeitnehmern deutlich mehr IT-Kompetenz als bisher und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen”, sagt BCG-Experte Markus Lorenz.

Besonders IT- und Datenanalyse-Kompetenz ist künftig stärker gefragt, während einfache Tätigkeiten zunehmend von Robotern übernommen werden. “Neue Technologien wie Augmented Reality oder robotergestützte Arbeitsplätze können sogar dazu beitragen, dass geringqualifizierte Arbeitnehmer wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden können”, erklärt Markus Lorenz, Mitautor der Studie “Man and Machine in Industry 4.0 – How Will Technology Transform the Industrial Workforce Through 2025?”

Um der vierten industriellen Revolution begegnen zu können, müssen erst einmal gigantische Investitionen in Umschulung und Weiterbildung auf den Weg gebracht werden, sagt Rainer Strack, globaler Leiter der Personalthemen bei BCG. “Wir brauchen daher eine langfristige Personalplanung – das gilt für Unternehmen wie auch für Deutschland. Dem Vermögenswert ‘Mitarbeiter’ wird noch nicht die Bedeutung beigemessen, die nötig ist.”

Um die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf Jobprofile und den Arbeitskräftebedarf zu berechnen, wurden im Rahmen der Studie unterschiedliche Szenarien quantitativ modelliert. Die Autoren nennen zehn Anwendungsfälle (“Use-cases”), anhand derer die Auswirkungen auf Tätigkeitsprofile in der industriellen Produktion greifbar werden. Industrie-Datenanalysten und Roboterkoordinatoren sind demnach Jobprofile, die in Zukunft besonders häufig nachgefragt werden.

Aus den untersuchten Tätigkeitsprofilen geht hervor, dass datengetriebene Qualitätskontrolle, Produktionslinien-Simulation, smarte Vernetzung der Produktionsvorräte und –lieferungen oder vorhersehbare Wartung und Instandhaltung zur Norm werden – bis hin zu selbstfahrenden Fahrzeugen in der Logistik. (vwh/dg)

Bildquelle: Hannover Messe

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