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Indonesien: Finanzaufsicht begrenzt Prämienhöhen

29.01.2014 – Die indonesische Finanzaufsichtsbehörde Otoritas Jasa Keuangan (OJK) hat im Sach- und Kfz-Markt Mindest- und Maximalwerte für die Prämienhöhe vorgeschrieben. Damit sollen unfairer Wettbewerb eingedämmt und Versicherer vor teuren Schadenzahlungen bei Naturkatastrophen geschützt werden. Der indonesische Versicherungssektor hat für deutsche Versicherer eine enorme Bedeutung.

„Der indonesische Markt ist für den Versicherungssektor unglaublich attraktiv”, sagt Joachim Wessling, CEO und Country Manager der Allianz in Indonesien. Der Assekuranz würden sich zahlreiche Chancen bieten, sowohl in den Sparten Leben und Sach als auch im Bereich Unfall. Das Geschäft in der Leben- und Krankenversicherung sei in den letzten fünf Jahren um 23 Prozent gewachsen. „Dennoch ist die Marktdurchdringung sehr gering. Nur zwei Prozent der Bevölkerung ist überhaupt versichert”, beschreibt Wessling das Potenzial des Marktes.

Im Schaden- und Unfallgeschäft betrage die jährliche Wachstumsrate nur neun Prozent. Dazu kommt, dass deutsche Versicherer es nicht leicht haben. „Wir stehen in scharfem Wettbewerb mit örtlichen Anbietern, die traditionell bisher den indonesischen Markt beherrschten”, sagte Wessling.

Firdaus Djaelani, zuständiger OJK-Kommissar, setzt mit der neuen Richtlinie dem Wettbewerb nun Grenzen, schreibt die Asia Insurance Review (AIR). Mindestprämien sollen dafür sorgen, dass Versicherer über genügend Einnahmen für Schadenzahlungen bei Naturkatastrophen wie Flut, Erdbeben, Vulkanausbruch oder Tsunami verfügen. Maximalwerte sollen Kunden vor überhöhten Prämien schützen. Kraftfahrzeuge sind nun in drei Zonen eingeteilt: Sumatra, Jakarta und West Java, restliche Inselgruppe. Im Sachbereich werden Gebäude in 120 Typen klassifiziert, in der Flutversicherung in 120 Zonen.

Die Association of General Insurance Companies (AAUI) begrüßt den Vorstoß. 2013 zahlten Versicherer nach Angaben der AAUI 638 Mio. Rupiah (IDR) – entspricht circa 52,4 Mio. US-Dollar – für Überschwemmungsschäden, davon 600 Mio. IDR für Sach- und 38 Mio. IDR für Kfz-Schäden, so AIR. (ell)

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