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ILS sind für non-US Zedenten zunehmend eine Alternative

18.09.2014 – montecarlo_buddha_bar_cpt_150Von VWheute-Korrespondent Philipp Thomas aus Monte Carlo.

Anlässlich eines von Andreas Müller gechairten MunichRe Symposiums berichteten zwei Rückversicherungsgewaltige bei weltweit operierenden Erstversicherern, Franco Urline von Generali sowie Jon Fiore von QBE, über ihre Erfahrungen bei der erstmaligen Emission von wohl durch MunichRe begleiteten Verbriefungen.

Erhebliche Aufklärungsarbeit sei bei den nationalen Aufsichtsbehörden noch erforderlich gewesen, so die Experten. QBE berichtete von einem 1,5 Jahre währenden Dialog mit APRA. Insbesondere hätten sich die Regulatoren zunächst einmal am Fehlen von Wiederauffüllungen der Deckung gestört. Die Kosten für die Erstellung der Dokumentation sowie aktuarielle Begleitung seien zudem unvergleichbar größer gewesen als bei einer traditionellen Rück-Transaktion.

Es sei allerdings gelungen, die Transaktionen auf indemnity basis (also unter Zugrundelegung des tatsächlichen Portefeuilleschadens und nicht eines Index- oder parametrischen Werts) zu tätigen. Etwas anderes wäre wegen der Notwendigkeit die jeweilige Tranche in bestehende klassische Programme zu integrieren auch nicht akzeptabel gewesen. Bislang seien die Preise im Vergleich zur traditionellen Rückversicherung jedoch überhöht gewesen, mittlerweile bestehe dieser unterschied nicht mehr. Hoch schätzten Urline und Fiore die Aspekte der multi-year (Plaungssicherheit) sowie fully collateralised (keinerlei Kreditrisiko) ein. Angesichts der Bedeutung der jeweiligen Programme sei eine Verteilung einzelner Layer auf klassischen und ILS Märkte sinnvoll gewesen.

Angesprochen aber nicht im Detail ausgeführt wurde der sinnvolle Preisvergleich ILS/klassisch unter Berücksichtigung eines dreijährigen Deckungszeitraums.

Die Strukturierungskosten erklären sich wohl hauptsächlich mit der Notwendigkeit ein in den USA handelbares Wertpapier zu schaffen. Insofern galt Rule 144A SEC  Securities Act of 1933, wobei die SEC je nach Art der Platzierung auch noch weitere Standards bereithält. Es scheint, als führe derzeit am US-Platzierungsmarkt noch kein Weg vorbei, als gäbe es keine alternativen Börsen mit entsprechender Absorptionsfähigkeit.

Bild: Eingang zur Buddha Bar in Monte Carlo, einem der Treffpunkte beim Rendez-vous 2014. (Quelle: cpt)

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