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Ifo: Wirtschaftsklima für den Euroraum eingetrübt

07.08.2014 – ifo8787Steigende Energiepreise und Einschränkungen beim Export durch den Ukraine-Konflikt belasten die wirtschaftliche Erwartungen im Euroraum für die nächsten sechs Monate. Vergleichsweise positiv ist die Lage weiter in Österreich, in Irland und in den Niederlanden. Deutschland sticht weiterhin mit einer sehr guten wirtschaftlichen Verfassung heraus, berichtet das Münchener Ifo-Institut in seiner turnusmäßigen Einschätzung des Wirtschaftsklimas.

Der ifo Index für die Wirtschaft im Euroraum ist im dritten Quartal von 123,0 auf 118,9 Punkte gesunken. Während die Beurteilung zur aktuellen Lage unverändert auf niedrigem Niveau verharrte, haben nun aber leider auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate deutlich nachgegeben, Stichwort Ukraine.

In den meisten Ländern des Euroraums kehrte die zum 2. Quartal leicht verbesserte Lagebeurteilung wieder auf das niedrige Niveau zu Jahresbeginn zurück. Vor allem in Finnland und Estland, zwei Länder mit ausgeprägtem Russlandgeschäft, trübte sich die derzeitige wirtschaftliche Lage deutlich ein.

Die Konjunkturerwartungen für die nächsten sechs Monate für den Euroraum liegen zwar noch auf hohem Niveau, sind aber weniger optimistisch als im Vorquartal.

Die erwartete Inflationsrate ist seit Ende 2012 kontinuierlich gesunken. Sie liegt nun für 2014 bei 1,1 Prozent, was die EZB für zu niedrig hält. In diesem Umfeld werden die Kurzfristzinsen im nächsten halben Jahr nach Meinung der Befragten auf dem derzeit niedrigen Niveau verharren. Wie schon bei der vorausgegangenen Umfrage erwarten nur wenige Teilnehmer auf Sicht von sechs Monaten einen Anstieg der langfristigen Zinsen, schreibt der Präsident des Ifo Instituts Hans-Werner Sinn in seinem Bulletin. (vwh)

Link: Ifo Wirtschaftsklima für den Euroraum

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