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„Hohe Kosten töten keinen Rückversicherer“

13.05.2015 – ruecksympos_lie_2015Der weiche Markt in der Rückversicherung setzt die traditionellen Rückversicherer nur bedingt unter Druck. „Das traditionelle Geschäft ist herausfordernd, aber das ist es nicht das erste Mal in unserer 135jährigen Firmengeschichte“, sagte Pina Albo, Vorstand der Münchener Rückversicherung, auf dem 12. Kölner Rückversicherungs-Symposium der Fachhochschule Köln.

„Von einem Aussitzen des weichen Marktes könne keine Rede sein. Vielmehr konzentrieren wir uns darauf, nur Risiken zu zeichnen, die wir technisch für vertretbar halten – selbst wenn wir dabei Prämie verlieren“, so Albo. Sie verwies darauf, dass die Gruppe sich zudem diversifiziere und Innovationen entwickele, um damit unabhängiger von der Entwicklung des Rückversicherungsmarktes zu werden. „Erhöhte Kosten haben noch keine Rückversicherungsgesellschaft getötet – technisch schlechtes Geschäft zu zeichnen schon eher“, so Albo. Es werde zu einer Konsolidierung kommen, dies betreffe aber eher die kleinen und mittleren Rückversicherer als die Großen.

“Das Kostenproblem trifft eher die Erst- als die Rückversicherer”, bekräftigte Dirk Lohmann, Chief Executive Officer, Secquaero Advisors. „Die zweite Liga (Red.: der Rückversicherer) versucht, aufzusteigen und übt Druck nach oben und unten“, so Lohmann. Derartige Wellen habe es schon häufiger gegeben und denen seien dann immer auch Neugründungen gefolgt. Für den Großteil der Beteiligten erwartet er in den nächsten fünf Jahren aber keine „gravierenden Veränderungen“. (lie)

Bild: (v.l.n.r.) Pina Albo, Dr. Marc Surminski, Dirk Lohmann. (Quelle: lie)

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