Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Hermes-Bürgschaften: Anpassen gegen asiatischen Druck

17.11.2014 – LienhardAsiatische Konkurrenz: Unterschiedliche Bedingungen bei der Exportkreditversicherung sind ein Hauptgrund, warum deutsche Anlagenbauer bei internationalen Ausschreibungen nicht zum Zuge kommen. Voith-Chef Hubert Lienhard mahnt zudem an, dass börsennotierte Unternehmen – gezwungenermaßen – immer weniger Risikobereitschaft zeigen.

“Im Moment gibt es die Absicherung für Exportgeschäfte praktisch nur, wenn mindestens 50 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland anfallen. Das ist in Zeiten der Globalisierung nicht mehr realistisch”, erläuterte Lienhard in der Wirtschaftswoche. “Wir müssen Teile einer Großanlage dezentral bauen und in den Importländern für Arbeit sorgen, andernfalls erhalten wir viele Zuschläge nicht.” Eine Absenkung des Wertschöpfungsanteils bei den Hermes-Bürgschaften in Deutschland auf 30 Prozent sei ein wichtiger Schritt.

Es muss erklärtes politisches Ziel sein, dass die Standards bei den Exportkreditversicherungen weltweit harmonisiert werden. Nur so könne es, erklärte der Chef des Technologiekonzerns Voith, im internationalen Wettbewerb gleiche Bedingungen geben.

Um gegen große asiatische Staatsunternehmen überhaupt eine Chance haben zu können, müssten börsenorientierte Großunternehmen Risiken gehen. Derart zyklisches Geschäft sei bei den Anlegern aber eher verpönt. (vwh/ku)

Bildquelle: Voith

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten