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Heilberufe gegen Bürgerversicherung

16.09.2013 – Mit aller Deutlichkeit sprechen sich die Heilberufe gegen die Einführung einer Bürgerversicherung aus. Darauf macht die Zeitschrift Versicherungswirtschaft in ihrer heute erscheinenden Ausgabe mit Verweis auf den ersten KielerSommer Gesundheitskongress aufmerksam.

Der Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer, Bernhard Rochell, erklärte: „Die Ärzteschaft tritt für eine Fortentwicklung des Krankenversicherungssystems aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung ein.” Der Ärztetag in Hannover habe „hierfür eine Reformskizze vorgelegt, die vorsieht, den derzeitigen Versichertenanteil zu einem einkommensunabhängigen und von den Kassen autonom festzulegenden Gesundheitsbeitrag weiterzuentwickeln”. Ein Sozialausgleich schütze Geringverdiener vor finanzieller Überforderung. Rochel schlug vor, „für jedes in Deutschland geborene Kind ein Gesundheitskonto einzurichten, das als kapitalgedecktes Ansparprogramm die finanziellen Folgen der zukünftigen demographischen Entwicklung abfedern soll.

Nach Ansicht Rochells stärke eine Bürgerversicherung ausschließlich „die Macht der Krankenkassen und ihrer Funktionäre”. Viele neue Formen der Diagnostik und der Therapie würde es ohne die PKV gar nicht geben. Den Umsatzausfall für die niedergelassenen Ärzte durch eine Bürgerversicherung, ohne Kompensation der Honorare, bezifferte Rochell auf rund sechs Milliarden Euro. Auch der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Dietmar Oesterreich, sprach sich gegen eine Bürgerversicherung aus und plädierte für eine Gesundheitsreform,, die das duale Gesundheitssystem aus GKV und PKV auf der Versicherungs-, Versorgungs- und Vergütungsseite maßvoll und zielorientiert weiter entwickeln solle. „In der GKV muss ein generationengerechtes, in der PKV ein soziales und wettbewerbliches Gesundheitssystem etabliert werden”, sagte Oesterreich

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