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Hallesche glaubt an die Potenziale in der bKV

09.07.2015 – botermannDie Hallesche setzt auf das Geschäft mit der betrieblichen Krankenversicherung. “Wir gehen davon aus, dass es in der bKV ein kräftiges Wachstum gibt”, ist Vorstandsvorsitzender Walter Botermann überzeugt. Assekurata ist da skeptisch.

Betriebliche Gesundheitsvorsorge bietet Versicherern ein enormes Potenzial. Weniger als fünf Prozent der Betriebe bieten ihren Mitarbeitern eine bKV an. Dabei gibt es gute Gründe, dies zu tun, nicht nur, um die Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen. „Vorsorgeuntersuchungen senken den Krankenstand”, sagt Hallesche-Vorstand Wiltrud Pekarek. “Die Mitarbeiter beschäftigen sich intensiver mit ihrer Gesundheit.”

Die Hallesche bietet im Rahmen ihrer bKV Vorsorgegutscheine an. Sie reichen von der gynäkologischen Untersuchung bis hin zu videogestützter Hautkrebsvorsorge und augenärztlicher Vorsorge. Die Vorsorgegutscheine sind der Einstieg, hinzu kommen Zusatzversicherungen, vom Krankentagegeld über stationäre Zusatzvorsorge bis hin zu Zahnersatz und Sehhilfe. 36 Module hat die Hallesche im Angebot. Derzeit versichern die Stuttgarter etwa 25.000 Menschen in 500 Betrieben.

Die Rating-Agentur Assekurata ist skeptisch, was das Potenzial der betrieblichen Krankenversicherung anbetrifft. “Die Grundproblematik der mangelnden Akzeptanz der bKV liegt darin, dass die Produktlösungen den Wünschen und Bedürfnissen des Arbeitgebers nach der Reduzierung von Fehlzeiten und Wiederherstellung der Arbeitskraft wenig bis gar nicht nachkommen”, schrieben die Kölner im Marktausblick PKV. “Tarifbausteine für Zahn oder Sehhilfen dienen nicht der Sicherung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit.” Nur jeder dritte Vermittler ist davon überzeugt, dass die Attraktivität der bKV zunehmen wird. (ba)

Bild: Walter Botermann (Quelle: Alte Leipziger)

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