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Große Preisunterschiede bei Hausratversicherern

28.04.2016 – Haus_Thorben Wengert_pixelio.deBei den Hausrat- und Wohngebäudeversicherern gibt es derzeit einen großen Unterschied im Preis-Leistungs-Verhältnis. Laut einem Test des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv ist die Wunschkombination aus niedrigen Prämien und gutem Versicherungsschutz nur selten möglich. Zudem seien hohen Kosten kein Garant für gute Leistungen.

Entscheidend für die Prämienberechnung ist laut DISQ der Wohnort und das damit einhergehende Gefährdungsrisiko. Dies gelte insbesondere für die Hausratversicherung. So zahlen die Versicherten am Risikostandort Hamburg bei gleichen Tarifleistungen im Schnitt rund 144 Prozent mehr als im risikoarmen Erding in Bayern. Allerdings gebe es auch innerhalb einer Stadt deutliche Preisunterschiede, konstatiert das Institut. Noch größer sind laut Institut die Unterschiede bei der Wohngebäudeversicherung. Hier betrage das maximale Einsparpotenzial etwa 58 Prozent.

Auch bei den Hausratversicherungen offenbare das Leistungsportfolio teilweise Lücken. Demnach ist der Diebstahl aus Fahrzeugen oder auch Trickdiebstahl bei der Mehrzahl der Anbieter nicht versichert, stellt das DISQ fest. Zudem bietet nur ein Versicherer einen Fahrradschutz an. Auch die Absicherung von Vermögenseinbußen durch Phishing beim Online-Banking gehöre nicht zum Standard.

Testsieger in dieser Sparte ist Interlloyd mit dem Qualitätsurteil “sehr gut”. Demnach sei im Produkt “Eurosecure Plus” der Diebstahl aus dem Auto europaweit mitversichert, die Entschädigungsgrenzen sind bei dem Anbieter vielfach am höchsten. Zudem verzichte Interlloyd auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit bis zu einer hohen maximalen Schadenshöhe von 300.000 Euro. Rang zwei belegt die Huk Coburg mit dem Tarif “Basis” (Qualitätsurteil: “sehr gut”). Ausschlaggebend seien dabei die niedrigsten Prämien im Test gewesen. Platz drei belegt die Bruderhilfe mit dem “Basis”-Produkt (Qualitätsurteil “sehr gut”).

Bei den Wohngebäudeversicherungen schneiden die Anbieter laut DISQ hingegen besser ab. Neben fairen Vertragsbedingungen bieten die Versicherer einen umfassenden Schutz, so das Ergebnis der Studie. Dabei sind Leitungswasserschäden, Aufräumkosten oder Mietausfall in allen Tarifen mitversichert. Testsieger in der Wohngebäudesparte ist die Huk Coburg mit dem Tarif “Classic” (Qualitätsurteil “sehr gut”). Grund dafür sind laut DISQ der beste Mix aus Versicherungsausstattung und Beitragshöhe. So gebe es für den Verzicht auf Einwand der groben Fahrlässigkeit keine Grenze hinsichtlich der maximalen Schadenshöhe. Zudem betrage das Einsparpotenzial gegenüber dem teuersten Tarif bis zu 45,2 Prozent.

Platz zwei belegt die DEVK mit ihrem Tarif “VGB 2013 (Komfort-Schutz)”, ebenfalls mit dem Qualitätsurteil “sehr gut”. Entscheidend seien hier vor allem die günstigen Prämien, die in allen untersuchten Städten zu den drei günstigsten gehören. Platz drei belegt die Bruderhilfe mit dem “Classic”-Tarif und dem Qualitätsurteil “sehr gut”. Versichert seien dabei unter anderem auch die Kosten für Dekontamination von Erdreich oder Rückreisekosten im Schadensfall. (vwh/td)

Bildquelle: Thorben Wengert / pixelio.de

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