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Google als Versicherer: Portale fürchten Wettbewerbsverzerrung

12.01.2015 – Google_Alexander Klaus_pixelioErste Markeinschätzungen gehen von einem baldigen Start in den USA aus: Wenn dort Google Autoversicherungen verkauft, sind Versicherer alarmiert und die ganze Welt blickt auf das Portfolio des Datenkraken, dass dann mehr als 125 Tarife in 26 Staaten umfassen soll. Experten fürchten Wettbewerbsverzerrungen durch Abwertung von Konkurrenzportalen in ihrer Sichtbarkeit und sich so die Marktmacht von Google noch deutlicher zeige.

Seit 2012 läuft Google Compare in Großbritannien. Das hauseigene Vergleichsportal soll nun laut Forrester-Branchenexpertin Ellen Carney ganz konkret seine Fühler in die USA ausgestreckt haben. Noch im ersten Quartal könne der Einstieg ins Versicherungsgeschäft vonstatten gehen – entsprechende Maklerlizenzen hat sich Google besorgt.

Das Marktportal Netz-Trends fürchtet durch Google Compare einen noch größeren Einfluss von Google auf die deutsche Wirtschaft. Die zahle jetzt schon Milliarden an den Konzern, um sich gut bei Suchergebnissen zu platzieren.

Steigt die Marktmacht von Google nun weiter, würden auch Versicherungs-Konzerne wie die Allianz, HUK-Coburg, die Ergo Versicherungsgruppe oder die Schweizer Zurich Macht und Einfluss an die Strippen ziehenden Amerikaner in Googles Zentrale in Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien verlieren – oder gezwungen werden, nach deren Regeln zu spielen.

Jüngst wurde bekannt, dass Vergleichsportale wie idealo.de, billiger.de, guenstiger.de, preisvergleich.de in ihrer Sichbarkeit in den Google-Suchergebnissen deutlich heruntergestuft, fast durchgängig laut Netz-Trends um bis zu 80 Prozent.

Google habe durch Big Data einen erheblichen Wettbewerbsvorteil, den Versicherer auszugleichen suchen. Bereits im vergangenen Mai hatte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) kartellrechtliche Maßnahmen auch seitens der EU angedroht, sollte Google seine Marktmacht missbrauchen. Das EU-Parlament hatte gar jüngst für eine Aufspaltung von Google gestimmt. (vwh/ku)

Bildquelle: Alexander Klaus/ pixelio

Link: Versicherungsbranche: Spielball oder Spieler? (VWheute, 18.06.2014)

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