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GKV: Ab 2014 nur noch mit elektronischer Gesundheitskarte

04.10.2013 – gesundheitskarteAb 1. Januar 2014 liefern nur noch die elektronischen Gesundheitskarten (eGK) Nachweise, die zur Inanspruchnahme von ärztlichen Leistungen berechtigen. Darauf weist jetzt der GKV-Spitzenverband hin. 

Die Gesundheitskarte ersetzt die seit 1995 ausgegebene Krankenversichertenkarte. Mit dieser kann die Ärzteschaft aufgrund des Datenaustausches bis zum 1. Oktober 2014 als Übergangsfrist arbeiten. „Selbstverständlich”, so der GKV-Spitzenverband, „wird aber kein Versicherter, der ohne die neue Karte zum Arzt geht, wieder nach Hause geschickt.” Innerhalb von zehn Tagen könne der Versicherte in diesem Fall „nach der Behandlung einen gültigen Versichertennachweis nachreichen”. Ansonsten sei der Arzt berechtigt die Kosten dem Patienten privat in Rechnung zu stellen.

An dem Projekt der elektronischen Gesundheitskarte, die sich von der bisherigen Krankenversichertenkarte durch die Speichermöglichkeiten von Patientenakten unterscheidet, sind die privaten Krankenversicherer seit 2009 nicht mehr beteiligt. Ihr Kernargument ist, dass keine gesetzliche Regelung für ihre Leistungserbringer besteht, diese Karte einzusetzen. Damit wäre eine flächendeckende Nutzung sehr ungewiss. Das Sozialgesetzbuch regelt hingegen für die gesetzlichen Krankenkassen, dass Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und Kliniken die neue Karte annehmen und verwenden müssen (§ 291a SGB V).

Derzeit sind rund 95 Prozent der gesetzlich Versicherten mit dieser Karte ausgestattet. Auf dieser, so der GKV-Spitzenverband „können komplexe Rechenoperationen durchgeführt werden, um zum Beispiel Verschlüsselung, Authentifizierung und digitale Signatur zu ermöglichen”. Dadurch sei es möglich, medizinische Daten zu speichern. Dieser hohe „Sicherheitslevel” sei Voraussetzung für die Telematikinfrastruktur. Überdiese würden künftig Online-Anwendungen wie die elektronische Patientenakte verfügbar sein.

Foto: Ab 1. Januar für GKV-Versicherte obligatorisch: Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) (Quelle: Barmer Ersatzkasse)

Links: Ab 2014 nur noch die elektronische Gesundheitskarte, Informationen zur elektronischen Gesundheitskarte

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