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“Gewinnwarnungen nicht überbewerten”

29.10.2015 – Engelbrechten_fidelitySchwächelndes Wachstum in China, Turbulenzen bei VW und die verschobene US-Zinserhöhung: “Die Nervosität an den Börsen ist gestiegen”, sagt Christian von Engelbrechten, Fondsmanager Fidelity Germany Fund. Mehrere Gewinnwarnungen deutscher Unternehmen hätten die Bedenken befeuert. Erst kürzlich teilte MLP mit, die anvisierte EBIT-Steigerung nicht zu realisieren. Daraus auf die gesamte Business-Landschaft zu schließen, sei falsch.

“Zum großen Teil resultieren Gewinnwarnungen aus individuellen Problemen der Unternehmen und nicht aus branchenübergreifenden Entwicklungen”, erklärt von Engelbrechten. Tatsächlich haben im zweiten Quartal etwa 60 Prozent der deutschen Akteure, die im Prime Standard notiert sind, die Erwartungen übertroffen. Im dritten Quartal trifft das bislang sogar auf fast drei Viertel der Unternehmen zu. In der Summe habe man positive Gewinnrevisionen gesehen.

Viele der aktuell im Raum schwebenden Risiken würden von den Marktteilnehmern überschätzt. “China sieht eine Verlangsamung, keine tiefe Krise, und deutsche Unternehmen werden dort und in den Schwellenländern weiter wachsen”, sagt von Engelbrechten. “Vielen unserer wichtigen Handelspartner geht es gut, allen voran den USA und Großbritannien.” Ein Weltwirtschaftswachstum von 2,5 bis drei Prozent würde in den kommenden zwölf Monaten vielen Playern am Standort Deutschland helfen. Zudem wachse der Konsum so schnell wie seit vielen Jahren nicht mehr − die Unternehmensbilanzen seien insgesamt betrachtet stark wie selten zuvor. (vwh/mst)

Bild: Christian von Engelbrechten, Fondsmanager Fidelity Germany Fund (Quelle: Fidelity)

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