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Gewinner und Verlierer auf dem lateinamerikanischen Versicherungsmarkt

08.12.2014 – rolf-engelhardt-150-herzVon VWheute-Spanien-Korrespondent Rolf Engelhardt.

Die brasilianische Assekuranz dominiert den lateinamerikanischen Versicherungsmarkt. Nach einer Studie zu den 25 führenden Versicherungsgruppen der Region verliert sie aktuell jedoch Marktanteile. Währungseffekte spielen eine entscheidende Rolle. Die Mapfre rückt auf Platz zwei vor und greift den Marktführer Bradesco an. Die Allianz verliert ihren Platz in den Top Ten.

Der lateinamerikanische Versicherungsmarkt hat in 2013 trotz schwieriger internationaler Rahmenbedingungen erneut seine Wachstumskraft unterstrichen. Das zeigt die aktuelle Studie der Fundación Mapfre zu den 25 führenden Versicherern Lateinamerikas in 2013. Die Gesamtheit aller in dieser Region agierenden Versicherer erzielte demnach in 2013 ein Prämienwachstum von 3,7 Prozent auf umgerechnet 125,5 Mrd. Euro. Die Aufwertung des Euro gegenüber vielen lokalen Währungen verhinderte eine deutlich höhere Steigerungsrate auf Eurobasis.

Der traditionelle Branchenprimus Lateinamerikas Bradesco führt auch das aktuelle Gesamtklassement an, allerdings wird die Luft gegenüber dem Zweitplatzierten dünner. Die brasilianische Gesellschaft erzielte in 2013 ein Prämienvolumen von 9,9 Mrd. Euro mit einem Marktanteil von 7,9 Prozent. Das Assekuranzhaus steigerte seinen Umsatz in lokaler Währung deutlich um 7,5 Prozent. Aufgrund der Abwertung des brasilianischen Real gegenüber dem Euro musste es jedoch auf Eurobasis einen Prämienrückgang von 5,4 Prozent ausweisen.

Besser entwickelte sich die neue Nummer zwei Lateinamerikas, die spanische Mapfre. Sie steigerte ihr Prämienvolumen in der Region um 7,9 Prozent auf 8,9 Mrd. Euro. Damit schiebt sich die Mapfre wieder auf den zweiten Rang des Klassements vor. In 2012 hatte sie diese Position an die brasilianische Itaú Unibanco verloren. Der aktuelle Marktanteil der Mapfre steigt damit auf 7,1 Prozent und liegt nur noch 0,8 Prozentpunkte hinter dem Branchenprimus Bradesco.

Die auf Rang drei zurückgefallene Itaú Unibanco aus Brasilien erlebte ein rabenschwarzes Geschäftsjahr 2013. Das Prämienvolumen sank um 17,2 Prozent auf umgerechnet 7,4 Mrd. Euro. Der Marktanteil beträgt damit nur noch 5,9 Prozent. Die Währungseffekte sind im Fall der Itaú Unibanco keine ausreichende Erklärung, denn auch in lokaler Währung ist das Beitragsaufkommen der Gesellschaft um 6,1 Prozent zurückgegangen.

Spektakulär entwickelte sich der brasilianische Versicherer Brasilprev. Sie erhöhte ihr Prämienvolumen in 2013 um 14,4 Prozent auf umgerechnet 7,1 Mrd. Euro. In lokaler Währung legte sie um 29,9 Prozent zu. Die Brasilprev festigte mit einem Marktanteil von 5,7 Prozent ihren vierten Rang, den sie bereits im Vorjahresklassement innehatte. Platz fünf bis neun bleiben unverändert. Dort rangieren die Gesellschaften Zurich, MetLife, Porto Seguro, Liberty und CNP. Die deutsche Allianz wurde von der kolumbianischen Suramericana um einen Platz auf Rang elf verdrängt. (reh)

Bild: Rolf Engelhardt, VWheute-Korrespondent, Madrid. (Quelle: vvw)

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