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Geschäftsaussichten weniger optimistisch

26.03.2014 – hans-werner-sinn-150Wegen der Krim-Krise und der konjunkturellen Abkühlung in den Schwellenländern beurteilen Führungskräfte in deutschen Unternehmen die wirtschaftlichen Aussichten pessimistischer. Der Ifo-Geschäftsklimaindexes sank im März gegenüber dem Vormonat von 111,3 auf 110,7 Punkte. 

„Die Krise der Schwellenländer und die Ereignisse auf der Krim zeigen ihre Wirkung”, bilanzierte der Präsident des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, die Entwicklung. Rund 7.000 Manager des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Großhandels und des Einzelhandels werden monatlich zur Einschätzung der aktuellen und künftigen Lage befragt. Wenngleich die Manager die Aussichten für die kommenden Monate pessimistischer beurteilten, waren sie bei der Einschätzung der aktuellen Situation deutlich zufriedener. Das Barometer stieg um 0,8 Zähler auf 115,2 Punkte. Das ist der höchste Stand seit Frühjahr 2012.

Seit März 2010 hält sich der Ifo-Geschäftsklimaindex, der sich aus den Erwartungen und der aktuellen Einschätzung der Unternehmen heraus berechnet, über der Marke von 100 Punkten. In der vergangenen Dekade erreichte das Barometer seinen Höchststand mit 115,0 Punkten im Februar 2011. Anschließend fiel es leicht auf 101,7 Punkte im November 2012. Seitdem beurteilten die Manger die aktuelle Lage und ihre Erwartungen immer besser.

Das Ifo-Institut schätzte in dieser Woche ein, welche Folgen ein Handelsboykott Russlands durch die EU hätte. Danach würden diese die Europäische Union „deutlich weniger spüren“ als Deutschland. Immerhin würden die deutschen Exporte nach Russland 1,5 Prozent des hiesigen Bruttoinlandsproduktes betragen. Überdies hingen erhebliche Teile der Wertschöpfung in Deutschland von den Energieimporten ab. Im ARD-Mittagsmagazin gestern unterstrich Sinn die Bedeutung der Rohstoffimporte für die deutsche Industrieproduktion. „Ich glaube, Deutschland hat hier andere wirtschaftliche Interessen als viele Länder auf der Erde”, adressierte er Richtung USA, die von diesen Einfuhren unabhängig sind.

Mit dem aktuellen Ifo-Geschäftsklimaindex liegt nun ein wichtiger Indikator für die deutsche Wirtschaft auf dem Tisch. Heute stellt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ihre monatliche Konsumklimastudie vor. VWheute wird in seiner Ausgabe morgen darüber berichten. Die Untersuchung greift die Einkommens- sowie Konjunkturwartungen sowie die Anschaffungsneigung der Verbraucher auf. (ki)

Foto: Ifo-Chef Hans-Werner Sinn sieht bereits die Auswirkungen der Krim-Krise. (Quelle: wikipedia)

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