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GDV stellt Naturgefahrenreport für 2013 vor

31.10.2013 – Fitow-Taifun2013 ist noch nicht zu Ende, und auch die Zeit von Naturkatastrophen scheint für dieses Jahr noch längst nicht gebannt: Soeben ist das Sturmtief “Christian” über Norddeutschland und weite Teile Nordeuropas gezogen unter Hinterlassung einer Spur der Verwüstungen. Unvergessen sind die Hochwassermassen dieses Sommers in Bayern und Ostdeutschland und auch die Hagelschäden sind noch nicht vollständig beseitigt. Trotzdem kommt die Zeit für eine Bilanz der Naturgefahren, der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bilanziert.

„2013 war für Versicherer und ihre Kunden ein außergewöhnliches Jahr“,  sagt Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), bei der Vorstellung des neuen Naturgefahrenreports in Berlin. Allein das Hochwasser im Juni und die Hagelstürme im Juli und August verursachten versicherte Schäden in Höhe von voraussichtlich 4,5 Milliarden Euro. Für das Hochwasser zahlten die Versicherer nach vorläufigen Berechnungen 1,8 Milliarden Euro, für die Hagelstürme 2,7 Milliarden Euro. „Solche extremen Naturkatastrophen können in Deutschland künftig häufiger auftreten. Auch dann sind wir in der Lage, die finanziellen Folgen für unsere Kunden zu tragen“, so Erdland.

Die insgesamt über eine Million Schäden durch Hochwasser und Hagelstürme haben die Versicherer binnen weniger Wochen reguliert. Mit Krisenstäben, Hilfe-Hotlines, Schadenregulierern aus ganz Deutschland und mobilen Schadenbüros wurde den Kunden schnell und unkompliziert geholfen. Diese Schadendimension innerhalb kürzester Zeit ist auch für die Versicherer außergewöhnlich.

Die Menschen und ihr Hab und Gut vor Naturgewalten zu schützen, ist jedoch Aufgabe aller gesellschaftlichen Kräfte. „Um Schäden durch Hochwasser in immer kürzeren Abständen einzugrenzen, müssen wir gemeinsam handeln“, so Erdland. Länder, Städte und Gemeinden, Bauplaner, Architekten und jeder Einzelne sind hier gleichermaßen gefordert. So darf in kritischen Gebieten kein Bauland mehr ausgewiesen werden. Technischer Hochwasserschutz ist unerlässlich. Ein intelligenter Straßenbau, der die Wassermassen ableiten kann, ist ebenso gefragt wie zusätzliche Flächen in Stadt und Land, auf denen Starkregen versickern kann, bis hin zu baulichen Schutzmaßnahmen am eigenen Heim. Nur wer die Gefahren kennt, kann sich vor ihnen schützen. Hier liefert der Naturgefahrenreport konkrete Handlungsempfehlungen. (vwh)

Link: pdf-Download Naturgefahrenreport 2013

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