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GDV fordert besseren Brandschutz auf Containerschiffen

24.11.2015 – Container_by_URSfoto_pixelio.deDer Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV) fordert einen besseren Brandschutz auf Containerschiffen. Obwohl heute Containerschiffe mit bis zu 19.600 Containern auf den Weltmeeren unterwegs seien, haben sich die Feuerlöschsysteme in den vergangenen 40 Jahren hingegen kaum verändert, kritisiert der Branchenverband. So könne der Wert eines Schiffes inklusive Ladung bis zu 700 Mio. Euro betragen.

Breche ein Feuer an Deck aus, versuche die Mannschaft die Flammen mit Wasser aus Schläuchen und Strahlrohren zu löschen – ähnlich wie schon Mitte des letzten Jahrhunderts auf Stückgutschiffen. “Angesichts der Größe eines modernen Containerschiffes ist das vollkommen aberwitzig”, sagt der GDV-Experte und frühere Kapitän Uwe-Peter Schieder. “Im Jahr 2012 brannte die MSC Flaminia sage und schreibe fünfeinhalb Wochen, bevor sie mit Hilfe von außen gelöscht werden konnte”, kritisiert Schieder weiter.

Daher wollen die Transportversicherer künftig mit einem neuen System mögliche Brände an Bord ohne Hilfe von außen beherrschbar zu machen. “Unser System sieht vor, die Ladung in einzelne Brandabschnitte von jeweils etwa 3.000 Containern zu unterteilen. Bricht an Deck ein Feuer aus, kann die Ausbreitung der Flammen auf weitere Brandabschnitte durch automatische Wasservorhänge verhindert werden”, erklärt Schieder.

“Ist das Feuer auf diese Weise eingedämmt, muss die Besatzung in der Lage sein, den Brand zu bekämpfen bzw. die brennenden Container kontrolliert abbrennen zu lassen. Dazu sollten die Schiffe mit fest installierten, ferngesteuerten Wasserwerfern ausgestattet werden, die jede Stelle auf dem Schiff erreichen können”, erläutert der GDV-Experte. (vwh/td)

Bildquelle: URSfoto / pixelio.de

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