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GDV berichtet positive Zahlen für 2013

13.03.2014 – gdv-logoIm vergangenen Jahr haben die deutschen Versicherer ihre Beitragseinnahmen um drei Prozent auf 187,1 Mrd. Euro gesteigert. Den Löwenanteil von 90,8 Mrd. Euro stellte die Lebensparte, an der vor allem das Einmalbeitragsgeschäft seinen Anteil hatte. Für das laufende Jahr rechnet GDV-Präsident Alexander Erdland „mit einem etwas moderateren Wachstum“.

Die Beitragseinnahmen in der Lebensversicherung, inklusive der Pensionskassen und Pensionsfonds kletterten 2013 um vier Prozent auf insgesamt 90,8 Mrd. Euro. Vor allem das Einmalbeitragsgeschäft hatte einen großen Anteil am Wachstum. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen sie um 14,2 Prozent auf 25,7 Mrd. Euro. Das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag schrumpfte indes um 13,1 Prozent auf 5,3 Mrd. Euro. Gründe für den deutlichen Zuwachs bei den Einmalbeiträgen sind Erdland zufolge zum einen die anhaltende Niedrigzinsphase, zum anderen die Demografie. So tragen vor allem die geburtenstarken Jahrgänge, die so genannten Babyboomer, zum Wachstum dieses Geschäfts bei, während weniger Kunden im Alter zwischen 20 und 40 Jahren Vorsorgeverträge abschließen.

In der Schaden- und Unfallversicherung steigen die Beitragseinnahmen nach vorläufigem Ergebnis um drei Prozent auf 60,4 Mrd. Euro. Die Kfz-Versicherung wuchs um 5,4 Prozent auf 23,2 Mrd. Euro, bei der Wohngebäudeversicherung kletterten die Beitragseinnahmen um sieben Prozent auf 5,6 Mrd. Euro. Grund für den Zuwachs waren Preiserhöhungen. Zuwächse gab es zudem in der nicht-privaten Sachversicherung (+7,7 Prozent) sowie in der allgemeinen Haftpflichtversicherung (+1,5 Prozent). Rückgänge verzeichneten hingegen die Sparten Unfall (-1,5 Prozent) sowie Transport- und Luftfahrt (-8 Prozent). Der große Rückgang bei letzterer erklärt sich aus einem statistischen Effekt, wie Norbert Rollinger, Vorsitzender des Hauptausschusses Schaden- und Unfall beim GDV, sagte. Ein Mitglied aus einer Transportnebensparte, aus der Reiseversicherungsbranche, meldet nicht mehr unter der Rubrik Transport.

Aufgrund der Naturereignisse im vergangenen Jahr erwarten die Schaden- und Unfallversicherer einen versicherungstechnischen Verlust von 1,4 Mrd. Euro. Die Schaden-Kosten-Quote lag insgesamt bei 102 Prozent.

Die Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherer sind 2013 um 0,7 Prozent auf 35,9 Mrd. Euro geklettert. Davon entfallen 33,8 Mrd. Euro auf die Krankenversicherung, ein Plus von 0,6 Prozent. In der Pflegeversicherung beträgt der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr 1,7 Prozent. Der Versicherungsbestand stieg im Jahr 2013 um netto 402.900 Versicherungen. Die Gesamtzahl privater Voll- und Zusatzversicherungen beträgt nun 32,4 Millionen. Die Zahl der Zusatzversicherungen stieg um zwei Prozent auf 23,5 Millionen. In der Vollversicherung gab es einen leichten Rückgang um 0,7 Prozent auf 8,89 Millionen Versicherungen. Gründe dafür waren, wie Uwe Laue, Vorstandsvorsitzender des PKV-Verbandes ausführte, zum einen die Wahl, die Unsicherheiten dahingehend brachte, ob eine Bürgerversicherung kommt oder nicht und deshalb Entscheidungen verschoben wurden. Zum anderen die Umstellung auf Unisex-Tarife zu Beginn des vergangenen Jahres. Die ausführlichen PKV-Ergebnisse finden Sie hier.

GDV-Präsident Erdland zeigte sich insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen: „Trotz anhaltend niedriger Zinsen und einer weiter sinkenden Sparquote bei den Deutschen erzielte die Branche ein respektables Geschäftsergebnis.“ Für das laufende Jahr rechne man mit „etwas moderaterem Beitragswachstum“. Für die einzelnen Sparten bedeutet dies in der Lebensversicherung ein „moderates Wachstum“ getragen vom Einmalbeitragsgeschäft. In der Privaten Krankenversicherung geht der Verband von einer „stärkeren Steigerung“ der Beiträge als im abgelaufenen Jahr aus. In der Schaden- und Unfallversicherung werde ein Geschäft erwartet, das „dem von 2013 entspricht“. (ks)

Links: DOSSIER, IM BLICK

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