Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 
- Anzeige -

Garantiezinsanforderungen sinken weiter

17.02.2016 – Zinsen_Andreas Hermsdorf_pixelioDie Garantiezinsanforderungen sinken dank der Zinszusatzreserve (ZZR) weiter. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Ratingagentur Assekurata zur Überschussbeteiligung der deutschen Lebensversicherer. Demnach mussten sie Ende 2015 noch ein Garantieniveau von 2,59 Prozent bedienen. Ohne Zinszusatzreserve wäre die Garantiezinsanforderung in den Beständen mit 2,97 Prozent um 38 Basispunkte höher.

Laut Assekurata-Studie ist die seit 2011 zu bildende Zinszusatzreserve in der Branche auf rund 30 Mrd. Euro gewachsen. Insgesamt erreichte der Bestand der vorhandenen Mittel in der ZZR rund vier Prozent der bilanziellen Deckungsrückstellungen der Lebensversicherer. “Dies resultiert in einem branchenweiten Gesamtvolumen von gut 30 Mrd. Euro”, sagt Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse der Assekurata.

Im Vergleich dazu lag das gesamte bilanzielle Eigentum der Lebensversicherer am Ende des vergangenen Jahres bei geschätzt etwa 15 Mrd. Euro, berichtet Assekurata. Damit haben die Lebensversicherer seit 2011 bereits das Doppelte ihres bilanziellen Eigenkapitalbestandes als zusätzliche Zinsvorsorge nachreserviert. “Bezogen auf die Nettoverzinsung mussten die Lebensversicherer für die Zinszusatzreserve im Jahr 2015 rechnerisch etwa 120 Basispunkte an Kapitalanlageertrag erwirtschaften, was in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld sehr herausfordernd ist”, ergänzt Heermann.

Aufgrund der pessimistischen Zinsperspektiven in der Eurozone prognostiziert Heermann auch in diesem Jahr “mit einer weiteren Zuführung zur Zinszusatzreserve von etwa zwölf Mrd. Euro”. (vwh/td)

Bildquelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten