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Fusionswelle unter gleichstarken Partnern

17.07.2015 – Fusion_niefee_pixelioDer Zusammenschluss gleichstarker Partner steht im Mittelpunkt der Fusionswelle, deren Auswirkungen aus dem anglo-amerikanischen Bereich bis nach Europa zu spüren sind. Laut Ratingagentur AM Best geht es um bessere Risikodiversifizierung über Sparten und Regionen, Kostenreduzierung durch Zusammenlegung von Portfolios sowie Erhöhung des Gruppenselbstbehalts.

Die Rückversicherer und die Rückversicherungsmakler hätten hier freilich das Nachsehen. Auch dort entstehe so die Notwendigkeit für Fusionen, wie etwa im Fall des Maklers Willis und Towers Watson.

Die These: Rückversicherer versuchten ihre allzu cat-lastigen Portfolios durch Übernahme von in anderen Sparten aktiven Konkurrenten oder gleich von Erstversicherern – Beispiel: Berkshire Hathaway – zu diversifizieren.

Insbesondere die angekündigte Fusion zwischen Ace und Chubbs falle in die Kategorie des Zusammenschlusses von Gleichwertigen, des weiteren aber auch die zwischen XL und der Lloyd’s-Gruppe Catlin sowie die Übernahme von HCC – einst Houston Casualty – durch Tokio Marine & Nichido Fire. AM Best geht hingegen nicht auf das neuerdings von chinesischer Seite gezeigte Interesse für europäische Versicherer ein, insbesondere auf die Aktivitäten von Fosun, die den in Hong Kong ansässigen Rückversicherer Peak Re kontrolliert und die 2014 den größten portugiesischen Versicherer Fidelidade übernahm.

Nicht zuletzt führt AM Best auch die zunehmende Regulierung als Grund für die Fusionswelle in der Welt der Versicherungswirtschaft an, die bereits auf den deutschen Markt wirkt (siehe DOSSIER). (cpt)

Bildquelle: Niefee/ pixelio

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