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Fragmentierung der Versichertenkollektive als Chance

06.05.2015 – Schneemeier“Der Risikoausgleich im Kollektiv – eines der Grundprinzipien der Versicherung und der aktuariellen Arbeit – funktioniert grundsätzlich auch bei einer steigenden Zahl an kleiner werdenden, also fragmentierten Kollektiven”, erklärt Wilhelm Schneemeier, neuer Vorstandsvorsitzender der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV). Er sieht zum einen die Chance, Prämien gerechter zu gestalten. Allerdings warnt er auch vor unbezahlbaren Beiträgen bei ungünstigen Risiken.

Damit der Risikoausgleich im Kollektiv auch bei kleiner werdenden Kollektiven funktioniert, müssten genügend Daten vorliegen: “Dadurch ergibt sich durch die Fragmentierung die Chance, einem sauber abgegrenzten Kollektiv einen präzisen Erwartungswert, also eine genaue (Neugeschäfts-) Prämie, zuzuordnen. Aus Sicht der Versicherungsunternehmen können so den Risiken die richtigen Prämien zugeordnet werden und damit verhindert werden, dass gute Risiken aufgrund zu hoher Preise das Kollektiv verlassen.”

“Das sozialpolitische Interesse muss im Auge behalten werden, dass die starke Fragmentierung für die ungünstigen Risiken nicht zu unbezahlbaren Prämien führt”, sagt Schneemeier im Interview mit VWheute.

“Dies ist beispielsweise heute bereits bei der Berufsdifferenzierung in der Berufsunfähigkeitsversicherung zu beobachten.“ (ku)

Bild: Wilhelm Schneemeier ist der neue DAV-Vorstandsvorsitzende. (Quelle: DAV)

bestellen_vwhExpert:“Das Versicherungsprinzip funktioniert” Positionen u.a. von Guido Bader (Stuttgarter), Wolfgang Weiler (Huk-Coburg), Roland Weber (Debeka), Axel Kleinlein (BdV), Alexander Erdland (GDV), Johannes Lörper (Ergo), in: Versicherungswirtschaft 5/15 (Einzelartikel zu 3,81 Euro)

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