Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

FMA-Studie: Markt für “Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge” stagnierte 2013

14.08.2014 – fma_austria_logoDer Markt der Prämienbegünstigten Zukunftsvorsorgeprodukte (PZV) stagnierte im Jahr 2013. Die Zahl der Verträge sank sogar verglichen mit 2012 geringfügig um -0,13 Prozent auf 1.635.910, da mehr Verträge abreiften als neue abgeschlossen wurden. Das Volumen der im Jahr 2013 eingenommenen abgegrenzten Prämien verringerte sich um -4,02 Prozent und betrug Ende 2013 1.031,72 Mio Euro.

Auch beim verwalteten Vermögen ging das Wachstum merklich zurück: Betrug es 2012 noch 24,6 Prozent so lag es im Vorjahr bei 8,9 Prozent, beträgt aber mit immerhin 7,8 Mrd. Euro rund 45 Prozent des gesamten von Pensionskassen verwalteten Vermögens. Die Gesamtperformance der Prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge betrug – vor Kosten und mit dem Veranlagungsvolumen gewichtet – 1,13 Prozent und lag somit deutlich unter den im Jahr 2012 erzielten 5,6 Prozent. Dies geht aus der heute von der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA veröffentlichten jährlichen Studie „Der Markt für die Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge“ hervor.

94,2 Prozent (1.540.938 Stück) aller zum Jahresultimo aufrechten Verträge waren Versicherungsprodukte, das entspricht einer leichten Steigerung des Marktanteils um +0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf Produkte von Kapitalanlagegesellschaften (KAG) entfiel ein Marktanteil von 5,8 Prozent. Der Rückgang bei Produkten von Kapitalanlagegesellschaften (-2,44 Prozent) wurde durch den leichten Anstieg bei Versicherungsverträgen (+0,02 Prozent) beinahe ausgeglichen.

Die schwache Performance der PZV ist großteils dem anhaltend niedrigen Zinsumfeld sowie der gesetzlich geforderten Kapitalgarantie geschuldet. So wurden im Berichtsjahr 119.533 Verträge, das entspricht 7,3 Prozent aller aufrechten Verträge, als „ausgestoppt“ gemeldet. Das heißt, die ertragswirksame Aktienquote liegt unter einem Prozent – die Produkte sind zwar gegen weitere Abwärtsbewegungen am Aktienmarkt abgesichert, nehmen aber auch nicht mehr an Aufwärtsbewegungen teil. Während dies bei Versicherungsprodukten aber lediglich auf 2,1 Prozent der Verträge zutraf, waren es bei KAG-Produkten 93,6 Prozent. Dementsprechend schafften die Versicherungsunternehmen eine Performance von plus 1,27 Prozent, die KAGs hingegen mussten ein Minus von 0,12 Prozent hinnehmen.

Die höchste mögliche prämienbegünstigte Einzahlung betrug im Jahr 2013 2.445,50 Euro (2012: 2.329,88 Euro). Die staatliche Prämie belief sich demnach mit 4,25 Prozent auf maximal 103,90 Euro (2012: 99,02 Euro). Für 2014 beträgt die höchstmögliche staatliche Prämie 106,04 Euro. Hinsichtlich der Laufzeiten bestehender PZV-Verträge zeigt sich, dass die PZV immer stärker tatsächlich als Vorsorge- und weniger als Veranlagungsprodukt gesehen wird. Nicht einmal zehn Prozent aller Verträge wiesen 2013 eine Laufzeit von zehn – 14 Jahren auf, um sieben Prozent weniger als noch im Jahr davor. In den anderen Laufzeitbändern erhöhte sich die Zahl im Schnitt um 1,5 Prozent. Mehr als die Hälfte aller Verträge (56,21 Prozent) haben Laufzeiten von zumindest 30 Jahren. (vwh)

Link: Downloadbereich der FMA – Der Markt für die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten