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Florierender Kunstraub – schwache Versicherungsdichte

18.07.2013 – Der Rotterdamer Kunstraub von 2012, bei dem eine – wie jetzt bekannt wurde – rumänische Diebesbande aus der niederländischen Sammlung Triton sieben weltberühmte Bilder von Picasso, Monet, Gaugin, de Haan und Freud stahlen, hatte damals die Kunstwelt geschockt. Neuesten Meldungen zufolge sind die Bilder wohl für immer verloren.

Nach Angaben aus den Niederlanden sind die sieben Gemälde der klassischen Moderne zusammen 50 bis 100 Millionen Euro wert. Oder diese waren es wert. Denn nun hat sich die Mutter eines der mutmaßlichen Räuber aus Rumänien zu Wort gemeldet: Sie habe die Kunstwerke im Ofen verbrannt, sagte die Dame einem rumänischen Fernsehsender. Dem Fernsehbericht zufolge seien die Täter nach einer ersten Hausdurchsuchung der Polizei in Panik geraten, zudem hätten sie für das Diebesgut keine Käufer finden können. Jährlich entsteht durch Kunstdiebstahl nach FBI-Schätzungen weltweit ein Schaden von acht Milliarden Euro. “Trotz dieser Risiken hat schätzungsweise jeder zweite Kunstsammler keinen oder einen nicht ausreichenden Versicherungsschutz. Bei Unternehmen mit Firmensammlungen und selbst bei Museen bestehen ebenfalls teils deutliche Versicherungslücken”, sagt Robert Dietrich, Vorstandsvorsitzender von Hiscox Deutschland. Aber 43 Prozent aller gestohlenen Kunstgegenstände wurden nach Angaben des Bundesverbandes öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger im vergangenen Jahr aus Privatbesitz entwendet. In der einfachen Hausratversicherung sind Kunstgegenstände grundsätzlich mitversichert. Es gelten jedoch meist besondere Entschädigungsgrenzen, die je nach Versicherung variieren. Kunstbesitzer sollten daher prüfen, ob die Entschädigungsgrenzen in der Hausratversicherung ausreichend sind.

Links: Klassiker verbrannt?, Kunstraub verursacht Schaden in Millionenhöhe

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