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Flexible Garantien aus Vertriebssicht

08.07.2013 – Eigentlich hätte man davon ausgehen müssen, dass die Vorstellung neuer Lebensversicherungskonzepte mit neuartigen, flexiblen Zinskonzepten, die eine Abkehr von einer Traditionsära ohnegleichen im Vorsorgedenken darstellt, einen Sturm in Medien und Markt erzeugen würden; ein direkter Gegenwind ist aber nicht zu verzeichnen.

Typisch der unaufgeregte Beitrag in der gestrigen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung unter der Überschrift „Lebensversicherung ohne Garantie“. Lakonisch der Schlusssatz, dass sich jetzt die Innovation „im Praxistest beweisen“ müsse.

Auch die Vertriebe, auf die es ja jetzt beim Praxislauf ankommt, reagieren auf Anfrage von VWheute eher gelassen. Die neue Produktgeneration in der Lebensversicherung ohne die bisherigen klassischen Garantien, bewertet Jutta Krienke, Versicherungs-Vorstand des Maklerpools BCA (Oberursel) keineswegs als Paradigmenwechsel. “Ich halte es für sehr sinnvoll, dass die Lebensversicherer mit neuen zusätzlichen Produktideen, die auf langfristige Renditechancen abzielen, auf die Zinsentwicklung am Kapitalmarkt reagieren. Krienke erläutert, dass für Kunden, die ihren Vertrag zur Altersvorsorge abschließen würden, das bisherige Garantiemodell ohnehin nicht entscheidend für die Höhe der Ablaufleistung sei. Es komme vor allem auf die Finanzstärke des Versicherers an. In eine ähnliche Kerbe schlägt Holger Mardfeldt, Partner der Martens & Prahl-Holding in Lübeck. „Tatsache ist nun mal, dass das Lebensversicherungsgeschäft stagniert und die Versicherer auf den Kapitalmarkt mit neuen, schlauen Produkten reagieren mussten“. Alles andere sei zurzeit aufgrund der Zinsentwicklung auch nicht mehr darstellbar gewesen. Er ist der festen Überzeugung, dass künftig in erster Linie staatlich geförderte Produkte, wie z. B. die Produkte der Betrieblichen Altersvorsorge, weiterhin guten Zuspruch erfahren. „Als ausgesprochen schade“ würde es Mardfeldt allerdings bewerten, wenn die Versicherer die klassische „gute alte“ Lebensversicherung generell aus dem Angebot nehmen würden.

Foto: Dr. Jutta Krienke (BCA)

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