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Fintechs setzen auf Kooperation statt Konfrontation

17.11.2016 – Digitalisierung_GDVFintechs befinden sich derzeit auf einem aufsteigenden Ast. Allein 2015 flossen rund 19 Mrd. US-Dollar in die digitalen Finanzneulinge, was einem Plus von 60 Prozent entspricht. Allerdings setzen rund 86 Prozent der neuen Player auf dem Finanzmarkt auf Kooperation mit traditionellen Unternehmen und nicht auf Konfrontation, konstatiert eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Roland Berger.

Demnach glauben zwei Drittel der Neulinge nicht, dass sie die klassische Finanzinstitute ersetzen können. Gleichzeitig versprechen sich 78 Prozent der Gründer durch eine Kooperation vor allem einen Zugang zu einer breiteren Kundenbasis. “Fintechs schätzen ihre Rolle auf dem Markt realistisch ein: Sie verändern die Finanzindustrie, können aber nicht im Alleingang eine Revolution einläuten”, erklärt Martin Krause-Ablass, von Roland Berger.

“Für Banken und Versicherungen ergeben sich durch Kooperationen mit Finrechs wiederum Chancen, die eigene digitale Transformation voranzutreiben. Dabei geht es für sie nicht nur um einen technischen, sondern vor allem um einen kulturellen Wandel”, ergänzt der Experte. Zudem setzen 71 Prozent der befragten Unternehmen auf das Vertrauen der Kunden als wichtigsten Faktor für den Erfolg in der Finanzbranche. Und genau in diesem Punkt sehen sie eine Stärke der etablierten Dienstleister.

“Die krisenbehafteten Jahre haben ihre Spuren hinterlassen, dennoch bleiben die klassischen Anbieter nach wie vor erste Anlaufstelle für viele Firmen und Privatkunden”, kommentiert ergänzt Wolfgang Hach von Roland Berger. Bei anderen wichtigen Kriterien wie der Transparenz von Angeboten und dem Komfort von Services wähnen sich Fintechs im Vorteil. Zudem gehen 91 Prozent der jungen Unternehmen davon aus, die Bedürfnisse ihrer Kundschaft sehr gut bedienen zu können, so die Studie weiter.

Darüber hinaus sehen sich Fintechs besser auf den digitalen Wandel vorbereitet als die etablierten Wettbewerber. Demnach sehen nur 15 Prozent der befragten Unternehmen gute Voraussetzungen bei Banken. Bei den Versicherungen sind es 14 Prozent. 95 Prozent sind überzeugt, über umfangreichere digitale Kompetenzen zu verfügen, als klassische Dienstleister. (vwh/td)

Bildquelle: GDV

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