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Fidelity-Analyse: Healthcare top – Energie flop

09.04.2015 – krankenschwester_axa_150Die neueste Analystenumfrage des Vermögensverwalters Fidelity sieht weltweit für den Bereichen Healthcare die besten Branchenaussichten. Unter Druck sieht Fidelity hingegen den Energiesektor, welcher stark unter dem Ölpreisschock leidet. Das Regionen-Ranking führt Japan, noch vor den Europa und den USA an.

Bei japanischen Unternehmen hat das Vertrauen in die Geschäftsentwicklung in den vergangenen 12 Monaten weltweit am stärksten zugenommen. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Umfrage „A Micro View on Macro Divergence“ von Fidelity Worldwide Investment, an der insgesamt 159 Aktien- und Anleiheanalysten der Fondsgesellschaft teilgenommen haben. Mit einem „Global Sentiment Index“ von 7,1 Punkten führt Japan das Ranking der Regionen an, vor Europa (5,8 Punkte) und den USA (5,6 Punkte). „Die Tatsache, dass Japan als stärkste Region eingeschätzt wird, überrascht. Es scheint, dass die von Premierminister Abe angestoßenen Reformen nun ihre Wirkung entfalten und in der Realwirtschaft angekommen sind“, sagt Henk-Jan Rikkerink, Leiter Aktienresearch von Fidelity. „Aber auch in Europa überwiegt der verhaltene Optimismus durch die starken Fundamentaldaten der Unternehmen, niedrigere Ölpreise und den billigeren Euro. In den USA bescheinigen die Analysten den Unternehmen insgesamt eine stabile Lage.“

Verhaltener ist dagegen der Ausblick für die Schwellenländer. Zwar geben immerhin 32 Prozent der Analysten an, dass das Vertrauen der Manager in die Geschäftsentwicklung in China zugenommen habe, gleichzeitig rechnen 69 Prozent mit rückläufigen Kapitalrenditen. Mehr als jeder zweite Analyst (57 Prozent) geht darüber hinaus von stark oder moderat rückläufigen Kapitalinvestitionen aus. Der „Global Sentiment Score“ für China liegt deshalb nur bei 4,4 Punkten.

„Insgesamt überwiegt die Vorsicht für China. Ein Grund dafür ist insbesondere das langsamere Wirtschaftswachstum. Aber auch Kreditrisiken, der sich abkühlende Immobilienmarkt und die Sorge vor einer möglichen Deflation wirken sich negativ aus“, kommentiert Rikkerink.

Die Analystenumfrage zeigt nicht nur, dass die Differenzierung bei den Regionen zugenommen hat, auch bei den Sektoren werden die Unterschiede zwischen Gewinnern und Verlierern größer. Die innovations- und wissensintensiven Branchen ziehen an anderen Sektoren vorbei. Das spiegelt sich deutlich im Ranking der Sektoren wider: Mit einem „Global Sentiment Score“ von 6,8 Punkten liegt der Gesundheitssektor an der Spitze. 60 Prozent der Healthcare-Analysten stellen eine erhöhte Zuversicht der Unternehmen fest, ebenso viele erwarten steigende Renditen. Jeder zweite Analyst rechnet zudem mit steigenden Dividendenzahlungen. Von abnehmenden Ausschüttungen geht niemand aus.

Dazu Rikkerink: „Die positiven Aussichten für den Healthcare-Sektor lassen sich vor allem auf den wissenschaftlichen Fortschritt in der Medizin und Forschung wie Innovationen im Bereich der Onkologie, Immun- oder Gentherapie zurückführen. Auch das Bevölkerungswachstum in den Emerging Markets und die alternde Gesellschaft in den entwickelten Ländern beflügeln den Healthcare-Boom.“

Ganz anders stellt sich das Bild für den Energiesektor dar: Mit einem „Global Sentiment Score“ von nur 2,1 Punkten rangiert er mit Abstand an letzter Stelle der analysierten Sektoren. 85 Prozent der Energie-Analysten stellen ein verschlechtertes Managementvertrauen fest, alle Befragten Analysten gehen sogar von einer Kürzung der Kapitalinvestitionen in dieser Branche aus. 92 Prozent erwarten rückläufige Kapitalrenditen. (vwh/ak)

Bild: Der Medizinsektor steht vor einem Aufschwung. (Quelle: Axa)

Link: Report „A Micro View on Macro Divergence“ (PDF)

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