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Extreme Dürre in Polen: Regierung mit Soforthilfen

31.08.2015 – Wasser_Markus Hein_pixelioDie polnische Regierung hat Dürrehilfen an Landwirte angekündigt. Laut Versicherungsmakler Aon sollen umgerechnet 130 Mio. Euro an Soforthilfen gezahlt werden. Außerdem soll es einen Vorschuss auf die EU-Direktzahlungen geben. Das Land leidet unter der größten Dürre seit 50 Jahren.

Mehr als 800.000 Hektar Ackerfläche sollen laut offizieller Schätzung betroffen sein. Mehr als 100.000 Landwirte müssen mindestens 30 Prozent ihrer Ernte abschreiben.

Für einige Obst- und Getreidesorten ist mit einem Ernteausfall bis zu 40 Prozent zu rechnen – oder die Ernteergebnisse fallen weniger konsumgerecht aus, schreibt Polen Today.

Landwirtschaftsminister Marek Sawicki hätte nun ermäßigte Verkaufssteuern wie auch Finanzhilfen für den Anbau neuer Erntekulturen in Aussicht gestellt. Als ein Grund für die extreme Trockenheit wird angeführt, dass Polen in Vergangenheit kaum Auffangbecken für Regenwasser gebaut habe. Nach Angaben des Amts für Wasserwirtschaft stünden in Polen pro Person rund 1580 Kubikmeter Wasser zur Verfügung, im europäischen Vergleich dagegen seien es durchschnittlich 4560 Kubikmeter. (vwh/ku)

Bildquelle: Markus Hein/ pixelio

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