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Explosives Weltkriegserbe

30.08.2013 – bombenentschaerfung_2_foto_wiesbaden_112Fast auf den Tag genau vor einem Jahr erschütterte nach der kontrollierten Sprengung einer Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg die Detonation den Münchener Stadtteil Schwabing. Jetzt mussten die Experten vom Kampfmittelräumdienst in Hannover wieder ran: Eine Bombe legte halb Hannover lahm. Vor diesem Hintergrund erinnert die Allianz daran, dass es europaweit immer wieder solche Funde gibt: Allein in Deutschland sind es durchschnittlich 5.500 jedes Jahr, insgesamt sollen hier noch mehr als 100 000 Blindgänger im Erdreich vor sich hin rosten. Das wirft, fast 70 Jahre nach Kriegsende, Fragen nach der Versicherbarkeit und Schadenabdeckung auf.

Allein für Hamburg rechnen Experten von Bundeswehr, Feuerwehr und Kampfmittelräumdienst noch mit mindestens 3.000 unentdeckten Bomben, die gleiche Zahl wird für die Hauptstadt Berlin genannt. Schätzungen besagen, dass bis zu 20 Prozent aller Bomben aus dem letzten Krieg ungezündet liegenblieben, das Risiko ist also unverändert hoch. Wenn nicht entschärft werden kann, z.B. bei Objekten mit Langzeitzündern auf Säurebasis, muss vor Ort kontrollliert gezündet werden. Die Kosten dafür trägt die Allgemeinheit. Für die Schäden an den umliegenden Gebäuden kommt die Hausrat- und Gebäudeversicherung auf. Die Kriegsklausel in Versicherungsverträgen wird bei Sprengungen schon lange nicht mehr angewendet. Brand, Blitzschlag und Explosion sind über die Hausratsversicherung abgedeckt. Anfallende Betriebskosten, entgangener Gewinn, sind ein Fall für die  Ertragsausfallversicherung. Bei besonders großen Schäden kann es auch zu einer Kooperation zwischen Staat und Versicherer kommen. Ein Thema mit Langzeitwirkung.

Foto: Viel Arbeit liegt noch vor dem Kampfmittelräumdienst (Quelle: vvw)

Links: Kriegsklausel und Gebäudeversicherung, Tödliche Gefahr unter uns

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