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Europas Immobilienmärkte vor neuem Wachstumszyklus

11.12.2013 – richardsonDie Fondsgesellschaft Fidelity Worldwide Investments ist für den europäischen Immobilienmarkt positiv gestimmt. Der Director of Research, Matthew Richardson schätzt, dass die europäischen Immobilienmärkte „im kommenden Jahr vor einem neuen Wachstumszyklus” stehen. Die Anleger interessierten sich wieder in die seit langem verschmähten „Second Tier” Immobilienmärkte, also in Objekte der zweiten Reihe. Denn es gebe kaum noch Premiumobjekte mit langfristigen Mietverträgen.

Wegen des günstigen Verhältnisses von Angebot und Nachfrage erwartet Richardson höhere Mietpreissteigerungen. Denn auf der Angebotsseite habe sich in Großbritannien und Nordeuropa wenig getan. Andererseits tendiere die Nachfrage überraschend fest. Der jüngste Einkaufsmanagerindex in Großbritannien deute „auf ein reales Wachstum des Bruttoinlandsprodukt von 4,0 Prozent auf das Jahr gesehen hin”. Die Mieten dürften in diesem Raum zwischen zwei und drei Prozent steigen.

Keith Sutton, Fondsmanager des Fidelity European Real Estate Fund betrachtet den deutschen Immobilienmarkt als stabil. „Erste Anzeichen auf mögliche Mietpreissteigerungen dürften das aktuelle Preisniveau stützen.” Sutton sieht vor dem Hintergrund der niedrigen Renditen am deutschen Immobilienmarkt vor allem die Niederlande und Luxemburg interessant. Diese könnten von dem steigenden Interesse der Anleger nach attraktiven Renditen profitieren. Stabil betrachtet Sutton die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien, weil sich die Unternehmen trotz der wirtschaftlich herausfordernden Lage in der Eurozone als widerstandsfähig erwiesen. Auch erwartet der Fondsmanager 2014 den Beginn eines „überwiegend mit Eigenmitteln finanzierten Entwicklungszyklus” bei Neuimmobilien. Auf den europäischen Premium-Märkten erwartet Sutton ein steigendes Interesse institutioneller Anleger aus Asien. Bisher interessiere sich dieser Kreis fast ausschließlich für „Premium-Immobilien in Kernmärkten”. Wegen der starken Nachfrage würden „sie jedoch künftig auf andere Segmente und Randmärkte ausweichen müssen”. (vwh)

Foto: Matthew Richardson, Director of Resarch bei Fidelity (Quelle: Fidelity)

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