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Europäischer Automobilmarkt wächst

26.02.2016 – Autobahn_schubalu_pixelioDer Diesel-Skandal bei Volkswagen hat den Automobilmarkt aufgewirbelt. Dennoch befindet sich der europäische Automobilmarkt weiter auf Wachstumskurs. Dies geht aus einer aktuellen Branchenstudie des Kreditversicherers Euler Hermes hervor. So stieg die Zahl der Neuzulassungen auf dem europäischen Automobilmarkt 2015 um neun Prozent. Für das laufende Jahr wird ein Zuwachs von drei Prozent erwartet.

In Deutschland wurden 2015 laut Euler Hermes im Vergleich zum Vorjahr rund 3,2 Millionen Autos mehr zugelassen. Dies entspricht einem Zuwachs von 5,6 Prozent. Für dieses Jahr prognostiziert der Kreditversicherer ein Plus von drei Prozent. In Österreich rechnet der Kreditversicherer nach einem Anstieg der Neuzulassungen in 2015 um 1,7 Prozent mit einem weiteren Plus von zwei Prozent in 2016. Für die Schweiz rechnen Euler Hermes in diesem Jahr mit einem Anstieg von einem Prozent (2015: 7,2 Prozent).

Trotz des Diesel-Skandals hat Deutschland laut Branchenstudie keinen Rückgang im Exportvolumen hinnehmen müssen. Demnach exportieren die deutschen Autobauer weiterhin etwa 80 Prozent ihrer Produktion ins Ausland. International steht die Automobilbranche nach Ansicht der Experten von Euler Hermes allerdings vor großen Herausforderungen. Besonders die wichtigen Absatzmärkte in Brasilien und Russland befinden sich in einer Rezession.

Der Kreditversicherer geht davon aus, dass 2016 in diesen Märkten die Kaufkraft weiter sinkt. Dabei geht Euler Hermes von einem Rückgang in Brasilien um sieben Prozent (nach einem Minus von 24 Prozent in 2015) aus. Für Russland rechnet der Kreditversicherer mit einem Rückgang von neun Prozent (nach einem Minus von 36 Prozent in 2015).

“Die geografische Diversifizierung ist für Autobauer ein Muss”, sagt Yann Lacroix, Volkswirt und Branchenexperte Automobil der Euler Hermes Gruppe. “Nur so können sie vom weltweiten Wachstum profitieren. Anderenfalls setzen sie Umsätze und Gewinnmargen aufs Spiel. Höhere Umweltrestriktionen führen zudem zu höheren Investitionen bei Forschung und Entwicklung. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie maßgeschneiderte Angebote für jeden Markt entwickeln, günstige Modelle für Märkte wie Indien und SUVs für die USA sowie Mittel- und Oberklassewagen für alle Märkte. Die Premiumangebote werden die Profitabilität der Automobilhersteller dabei erhöhen”, so Lacroix. (vwh/td)

Bildquelle: Schubalu / pixelio.de

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