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Europäische Pensionspläne investieren in alternative Anlageklassen

13.05.2014 – mercer-logo-15053 Prozent der Altersversorgungseinrichtungen in Europa sind in alternativen Anlageklassen investiert, so ein Ergebnis des Mercer European Asset Allocation Survey 2014. In dieser Studie wurden mehr als 1.200 europäische betriebliche Altersversorgungseinrichtungen mit einem Anlagevolumen von über 850 Mrd. Euro berücksichtigt. Laut Studie hat sich die Aktienquote kaum verändert und liegt fast auf Vorjahresniveau.

Alternative Anlageklassen gewinnen bei europäischen Investoren weiter an Bedeutung. Im Vergleich zu 2012 ist der Anteil der Versorgungswerke, die entsprechend investiert haben, um neun Prozent gestiegen. Sachwerte wie z.B. Immobilien, Infrastruktur, Wald und Erneuerbare Energien sind dabei mit 41 Prozent die am weitesten verbreitete Kategorie. Innerhalb der Immobilieninvestments zeigt sich unter den europäischen Investoren ein Trend hin zu langfristig vermieteten Immobilien und Fremdfinanzierungen.

Investoren, die eine breitere Diversifikation vorantreiben und gleichzeitig versuchen, ihre Asset-Allokation dynamisch zu gestalten, investieren zunehmend in Strategien der sogenannten Diversified Growth Funds. Fast ein Fünftel der Anleger in Europa nutzt inzwischen diese Instrumente. Aus ähnlichen Gründen gewinnen auch Multi-Asset Credit-Strategien an Bedeutung. Damit ist das Ziel verbunden, ein diversifiziertes Portfolio an Anleihen mit Kreditrisiken (einschließlich High-Yield-Anleihen, Loans, strukturierte Kreditprodukte, Schwellenländeranleihen und Wandelanleihen) zu erschließen, dessen Zusammensetzung im Zeitablauf an die Entwicklungen dieser Teilmärkte angepasst werden kann.

In Deutschland hat ein großer Teil der regulierten Versorgungswerke seine traditionell hohen Allokationen in direkten Anleihebeständen aufgrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds zugunsten einer weiteren Diversifikation reduziert. Um zusätzliche Renditen zu erschließen wurden feste Kapitalanlagen insbesondere um Anleihen in Schwellenländern und Loans ergänzt. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Absolute-Return-Strategien. Für diese neuen Segmente werden gezielt spezialisierte Manager beauftragt.

Der Trend zur Diversifikation über Immobilien und weitere alternative Anlageklassen hat sich auch 2013 fortgesetzt. Sachwerte wie z.B. Infrastruktur wurden aufgrund ihrer Orientierung auf laufende Ausschüttungen bevorzugt.

Auf gesamteuropäischer Ebene wird sich der langfristige Trend zur Reduktion der Aktienallokation in den nächsten zwölf Monaten fortsetzen. 28 Prozent der Investoren planen, Aktieninvestitionen im Heimatmarkt zu reduzieren, während ein Viertel auch Investitionen im Ausland verringern wird. Gleichzeitig gaben 20 Prozent der Befragten an, ihre Allokationen in Anleihen zu erhöhen, wobei Schwerpunkte bei indexgebundenen Staatsanleihen, Unternehmensanleihen und anderen Matching Assets erwartet werden. (vwh)

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