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EU-Versicherer steigern Investitionsvolumen auf zehn Bio. Euro

03.09.2015 – Koller_Insurance_EuropeDie europäischen Versicherer warten im Rechnungsjahr 2014 mit einem Rekord Investitionsvolumen von 9.900 Milliarden Euro auf. Dies geht aus den von Insurance Europe am Mittwoch in Brüssel veröffentlichten “Schlüsselzahlen 2014″ hervor. Der Dachverband der europäischen Versicherungsunternehmen unterstreicht die Bedeutung der Branche für den projektierten Juncker-Investitionsplan, der in den kommenden drei Jahren Investitionen von 315 Mrd. Euro für zukunftsweisende Infrastrukturprojekte in den Bereichen Energie, Transport- und Verkehrswesen anstoßen soll.

5.100 Versicherer in Europa mit 995.000 Beschäftigten erwirtschafteten im Jahre 2014 Prämien in Höhe von 1.219 Mrd. Euro. Dies stellt eine Steigerung des Vorjahresergebnisses um 2,7 Prozent dar. Trotz erheblichem Druck an den Zinsmärkten stieg das Lebensversicherungsgeschäft um 4,7 Prozent und erreichte ein Volumen von 667 Milliarden Euro. Damit macht die Sparte Leben weiterhin einen Gesamtgeschäftsanteil von 60 Prozent der Versicherer in der EU aus.

Gebäude- und Haftpflichtprämien summierten sich auf 334 Mrd. Euro und repräsentieren ein Drittel des Gesamtgeschäftsvolumens. Den größten Zuwachs im Jahre 2014 erfuhren die Gesundheitspolicen mit einer Steigerung von 4,9 Prozent auf ein 118 Mrd. Euro.

“Während die Investitionen der europäischen Versicherer erfreulicherweise erneut gestiegen sind, droht Solvency II die Langzeitinvestitionen durch überzogene Kapitalanforderungen zu gefährden”, erklärte Michaela Koller, Generaldirektorin von Insurance Europe. Die europäischen Politiker müssten sicherstellen, dass das ab 2016 in Kraft tretende neue Solvabiltätsregime mit den tatsächlichen Risiken der Versicherer am Markt auch in Zukunft in Einklang stehen.

“Wir hoffen, dass diese Überlegungen bei dem EU-Investmentplan berücksichtigt werden und die Versicherungsindustrie als größter institutioneller Investor weiter eine entscheidende Rolle zur Unterstützung des Wachstums in der EU wahrnehmen kann”.

Mit einem Weltmarktanteil von 35 Prozent rangiert die europäische Versicherungsindustrie auf Platz eins in der Welt vor Nordamerika mit 30 Prozent und Asien 28 Prozent. (taf)

Bild: Michaela Koller, Generaldirektorin von Insurance Europe (Quelle: Insurance Europe)

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