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Erste Dürreversicherung für afrikanische Länder

28.01.2014 – DuerreRobert J. Shiller, Nobelpreisträger für Ökonomie 2013, verkündete auf dem World Economic Forum in Davos die Gründung der Versicherungsgesellschaft African Risk Capacity Insurance Company (ARC). Der Risikopool zahlt den Mitgliedsländern im Falle einer schweren Dürre bis zu 30 Mio. US-Dollar für Hilfsprogramme. Beteiligte Rückversicherer sind Munich Re und Swiss Re.

Mitgliedsländer im ARC sind Kenia, Malawi, Mauretanien, Mosambik, Niger und Senegal. Initiator des Vorhabens ist das World Food Program im Auftrag der Afrikanischen Union. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) steuerte über die KfW Entwicklungsbank 50 Mio. Euro zur Gründung bei. Gerd Müller (CSU), Bundesentwicklungsminister, sieht wohlhabende Industrieländer und Mitverursacher des Klimawandels in der Pflicht. „Mit der Dürreversicherung geben wir den betroffenen Staaten ein Instrument in die Hand, um kurzfristig auf klimabedingte Ausfälle zu reagieren”, sagte Müller in Davos.

Um Mitglied im ARC zu werden, müssen die Länder festlegen, wie viele der anhand der Software Afrika RiskView ermittelten „risk transfer parameters” auf den Pool übertragen werden. Die Prämie hängt dann zum einen von der Höhe der Selbstbeteiligung oder eines „trigger-level” ab, das die Schwere der Dürre definiert, ab welcher der Pool eintritt. Zum anderen ist es der Prozentsatz des Risikos, der an den Pool abgegeben wird. Letztlich bestimmt die festgelegte Auszahlungssumme im Schadenfall – maximal 30 Mio. US-Dollar – die Prämienhöhe. Für den Eintritt einer Dürre müssen die Länder einen Notfallplan in petto haben, in dem festgehalten ist, in welcher Form die betroffene Bevölkerung Unterstützung erhält.

Dem Board of Directors der ARC gehören Lars Thunell als Vorsitzender an, ehemaliger CEO und Executive Vice President der International Finance Corporation der Weltbank und Hans-Peter Gerhardt, ehemaliger CEO der Axa Re und Paris Re. (ell)

Foto: Dürreschäden in Afrika sollen zukünftig versichert werden. (Quelle: Caritas)

Link: Informationen zur ARC

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